Montag, 8. Juli 2019

Huawei veröffentlicht Whitepaper zu geistigem Eigentum


Huawei veröffentlichte ein Whitepaper über Innovation und geistiges Eigentum (IP von "intellectual property") und warnte davor, das Thema zu politisieren.

Im Papier wird betont, dass Innovation und Schutz des geistigen Eigentums seit mehr als 30 Jahren im Mittelpunkt des Erfolgs von Huawei stehen. Bis Ende 2018 wurden Huawei 87.805 Patente erteilt, von denen 11.152 US-Patente sind. Seit 2015 hat Huawei über 1,4 Milliarden US-Dollar an Lizenzzahlungen für diese Patente erhalten.

Darüber hinaus hat Huawei mehr als 6 Milliarden US-Dollar an Lizenzgebühren gezahlt, um das geistige Eigentum anderer Unternehmen rechtmäßig nutzen zu können, wobei fast 80% davon an US-amerikanische Unternehmen gezahlt wurden, so das Dokument.

Geistiges Eigentum ist Privateigentum, das durch das Gesetz geschützt ist. Streitigkeiten sollten durch Gerichtsverfahren beigelegt werden. In den letzten 30 Jahren ist kein einziges Gericht zu dem Schluss gekommen, dass Huawei an böswilligem IP-Diebstahl beteiligt war. Huawei sei entsprechend auch nie gerichtlich verurteilt worden, für böswillige IP-Verletzungen Schadenersatz zu leisten.

Obwohl in einigen Ländern kaum Produkte und Lösungen direkt von Huawei genutzt werden, kommen dort dennoch wesentliche Patente von Huawei und die damit verbundenen technologischen Vorteile zum Einsatz. Huawei ist bereit, seine Technologien mit der Welt zu teilen. Dazu gehören sowohl 5G als auch US-amerikanische Unternehmen und Verbraucher.

Das Dokument geht auch darauf ein, wie nachhaltige Innovationen zum Erfolg von Huawei beigetragen haben, wie die Innovationen von Huawei den gesellschaftlichen Fortschritt befördern und wie Huawei zur Nutzung der Rechte Dritter und seiner eigenen Rechte steht.

Europaweit betreibt der chinesische Konzern derzeit 23 Standorte für Research & Development (R&D). Das europäische Zentrum ist in Brüssel. In Deutschland ist Huawei seit 2001 tätig und beschäftigt über 2.500 Mitarbeiter an 18 Standorten. In München befindet sich der Hauptsitz des Europäischen Forschungszentrums von Huawei. In Österreich beschäftige der Konzern derzeit etwa 100 Mitarbeiter. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Shenzhen hat weltweit 188.000 Mitarbeiter und ist in 170 Ländern tätig.




Sonntag, 7. Juli 2019

Deutschland; 5G-Ausbau Ampeln werden zu Basisstationen

Während der Streit in Sachen 5G-Frequenz-Auktion eskaliert, brachte  Bundesverkehrsminister Scheuer bundeseigene Liegenschaften als Antennen-Standorte für den Aufbau von Basisstationen ins Gespräch. Die Japaner, die die 5G-Frequenzen kostenfrei an Netzbetreiber abgegeben haben, sind da schon ein paar Schritte weiter. Um den Aufbau von 5G-Netzen möglichst schnell voranzutreiben, dürfen die Netzbetreiber jetzt Verkehrsampeln zu Basisstationen machen.



Dabei möchte man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Ampeln durchziehen die Städte in einem dichten Netz. Die Stromversorgung ist bereits vorhanden und viele hängen für einen brauchbaren Empfang auch hoch genug. Ersten Tests sollen im kommenden Jahr anlaufen. In drei Jahren soll das Netz der neuesten Mobilfunk-Generation operativ sein.


Jetzt ist es endgültig vorbei Loewe geht in Insolvenz


Der letzte grosse deutsche TV-Hersteller Loewe ist ja schon oft gestolpert und in letzter Minute aufgefangen worden. Diesmal scheinen sich die Werkstore des Kronacher Herstellers aber endgültig zu schliessen. Die Produktion wurde schon eingestellt. Ob die 400 Angestellten noch ihr Juli-Gehalt sehen werden, scheint fast ausgeschlossen. Gegen die billiger in Asien produzierenden Samsungs und Haiers konnten die Oberfranken einfach nicht mithalten.



Das 1923 gegründete Unternehmen war ein Pionier der Fernsehtechnik. Aber im Zuge der Digitalisierung geriet das Unternehmen ins Schlingern. 2013 war Loewe schon einmal insolvent. Erst im letzten Moment wurde das Unternehmen vom Münchner Finanzinvestor Stargate Capital übernommen. Um den TV-Hersteller zu retten, brauchte man alsbald Partner. 

Das Traditionsunternehmen versuchte vergeblich, sich mit seinen vergleichsweise teuren, aber auch technisch ausgefeilten Geräten ein Nischenplätzchen in der CE-Welt zu sichern. Aber trotz toller Technik war den Verbrauchern nicht mehr zu erklären, warum sie für einen Loewe-Fernseher drei-, vier- oder gar fünffach mehr bezahlen sollten, als für einen Fernseher von Panasonic, Samsung, LG oder Haier. - Aber diese Frage hat sich jetzt erledigt. Good bye Loewe.

Radio Studio Basel «Von unten nach oben und zurück»


Eine Kurzgeschichte des Basler Radios und der Radiostudios; wie die Reise unten am Bahnhof begann und auf dem Bruderholz-Hügel fortsetzte, und wie sich der Kreis der Geschichte am Basler Bahnhof schliesst. «Von unten nach oben und zurück», erzählt von Basler Publizist Roger Ehret. 

Link dazu:
http://bit.ly/30bFyQi

FH: Besucher aus über 50 Ländern machten den Ham Spirit wieder erlebbar




Weltoffenheit, Begeisterung für Technik und Völkerverständigung jenseits aller Grenzen lebten Funkamateuere aus aller Welt an der Ham Radio den Ham-Spirit aus. 14 300 Besucher aus über 50 Ländern haben wieder ihre Antennen am Bodensee ausgefahren, um auf der Ham Radio persönlich miteinander in Kontakt zu treten, sich über die neueste Technik zu informieren und anderen über Funk darüber zu berichten. Hohe technische Kompetenz, hoher Anspruch an die Auswahl der Aussteller und den Inhalt des Rahmenprogramms begleitete Europas Leitmesse im Amateurfunk. Die 44. Auflage zog rund 400 Besucher mehr als im Vorjahr an. 184 Aussteller und Verbände aus 32 Ländern präsentierten sich.

In Halle A1 war von der Antenne über Funkgeräte bis zum Zubehör alles zu finden, was für den Funksport benötigt wird. Als Fundgrube und Treffpunkt zum Fachsimpeln erwies sich der Flohmarktbereich. Viele kommerzielle Aussteller zeigten sich in persönlichen Gesprächen mit dem Messeverlauf zufrieden. JVCKenwood Deutschland hat den neuen Transceiver TS-890S der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Besucher sind mit Kaufinteresse wie jedes Jahr hierher gepilgert. Unser Verkaufsziel konnten wir erreichen.“

Das Rahmenprogramm zeichnete sich durch abwechslungsreiche Aktionen mit hoher Fachlichkeit aus. Sowohl die Lehrerfortbildung als auch das Ham Camp für Kinder und Jugendliche waren ausgebucht, 137 Nachwuchsfunker gingen auf Ham Rallye. Für Aufsehen sorgte die Ballon-Mission am Messe-Samstag. Der Amateurfunk hat sich auf der Ham Radio in seinem ganzen Facettenreichtum präsentiert, alle waren zufrieden

Das nächste Mal funkt die Ham Radio von 26. bis 28. Juni 2020 aus Friedrichshafen und rückt damit in den traditionellen Zeitraum. 

Dienstag, 18. Juni 2019

Frankreich schlägt 2-m-Band für mobilen Flugfunk vor

Für das vom 17. bis 21. Juni in Prag stattfindende Treffen der WRC-19-Konferenzvorbereitungsgruppe der CEPT hat die französische Verwaltung kurzfristig einen Vorschlag zum 2-m-Band eingebracht: Für den Bereich 144-146 MHz soll auf der WRC-19 im Oktober entschieden werden. Bis zur WRC-23 soll eine entsprechende Studien über die Möglichkeit einer neuen primären Zuweisung an den "Mobilen Flugfunkdienst, mit nicht-sicherheitsrelevanten Anwendungen" erörtern werden. Die WRC-23 soll dann auf Basis dieser Verträglichkeitsstudie eine Entscheidung treffen.

Damit als gemeinsamer europäischer Vorschlag (ECP; European Common Proposal) ein solcher Tagesordnungspunkt auf die Agenda der WRC-19 gesetzt wird, muss er von mindestens zehn der CEPT-Länder unterstützt werden. Gleichzeitig dürfen ihn nicht mehr als sechs Länder ablehnen.

Das Referat Frequenzmanagement des Deutschen Amateur Radio Club (DARC) hat sofort ihre starken Bedenken und Argumente gegen die Aufnahme eines solchen Tagesordnungspunktes in einer Stellungnahme an BNetzA und BMVI versandt, damit Deutschland auf CEPT-Ebene diesen Vorschlag ablehnt. Über DK4VW und DF2ZC ist der DARC unmittelbar in die entsprechenden Ausschüsse eingebunden, insbesondere in die nationale Vorbereitungsgruppe des BMVI, in die CEPT-Gruppen, die ITU und letztendlich die WRCs selbst. Das Ganze ist allerdings nur deshalb möglich, weil der DARC, anders als finanzschwächere Verbände, über die Mitgliedsbeiträge das Engagement in diesen Gremien auch finanzieren kann. Hiervon profitieren letzten Endes alle (!) deutschen Funkamateure.

Bericht übernommen vom stv. Referent Frequenzmanagement Bernd Mischlewski, DF2ZC, 

Sonntag, 9. Juni 2019

Jüngere Zuschauer finden personalisierbares Fernsehen attraktiv


• 44 Prozent der 18-39-jährigen nutzen bereits Vorschläge aus Mediatheken und von Streamingdiensten, Nur 17 Prozent nutzen Alexa, Siri & Co. für die Steuerung von TV- und Streaming-Geräten
• 55 Prozent aller Befragten wünschen sich eine Neustartfunktion für bereits laufende Sendungen und 36 Prozent eine Suche über alle Quellen: TV, Mediatheken, Streaming

Nach einer aktuellen Studie der Deutschen T-Plattform, nutzen bereits 44 Prozent der 18-39-jährigen bei der Programmauswahl Vorschläge in Mediatheken und Streamingdiensten. Fast ebenso viele wünschen sich individuelle Empfehlungen für Sendungen, Filme oder Serien, die beim Einschalten automatisch nach dem jeweils persönlichen Geschmack unterbreitet werden. Ab 50+ jährige wünschen sich im Schnitt nur 15 Prozent der Befragten Programminformationen im Internet und in Apps.

Einschalten und los
Im Alter von 18 bis 59 wird signifikant häufiger (77 Prozent) auf TV-Sendern, in Mediatheken oder Streaming-Diensten gezielt nach Inhalten, die gefallen könnten, gesucht. Bei der Generation „60+“ sind es 59 Prozent.

Die Jüngeren (18-39-Jahre) handeln gerne; getreu dem Motto „Mal schauen, was so läuft“ und zappen signifikant häufiger. 58 Prozent davon kreuz quer durch die Angebote, bis Sie etwas gefunden haben (40-74-jährige: 38 Prozent).

Alexa, Siri & Co. spielen noch keine grosse Rolle für die Steuerung
Über alle Altersgruppen hinweg spielen Sprachassistenten bislang keine grosse Rolle beim Videokonsum. Nur 17 Prozent der Befragten nutzen zumindest gelegentlich Alexa, Siri & Co. für die Steuerung ihrer TV- und Streaming-Geräte. 69 Prozent haben Bedenken bezüglich des Schutzes ihrer Daten, 66 Prozent halten die Bedienung per Sprache noch für zu umständlich und ungenau, und für 56 Prozent der Befragten bietet „Voice Control“ im Vergleich zur Fernbedienung zu wenig Funktionen. Die Mehrzahl der Befragten (57 Prozent) ist der Ansicht, dass Spracheingabe die Fernbedienung nicht ersetzen wird. Immerhin meinen 62 Prozent, dass sich Sprachsteuerung gut für Basisfunktionen wie „Start“, „Stop“ oder „Umschalten“ von Sendern eignet.

Für Andre Prahl, Vorstandsvorsitzender der Deutschen TV-Plattform, zeigt die Studie, dass personalisierbares Fernsehen und Empfehlungssysteme gerade für jüngere Zuschauer zunehmend wichtiger werden.