Freitag, 23. März 2018

Neues Kompetenzzentrum für Batterien und Speichersysteme gegründet



Marktnahe Forschung und Entwicklung sowie Prüfung und Zertifizierung von Batterien und Energiespeichersystemen. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, das Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI und der Technologieverband VDE gründen ein neues Kompetenzzentrum für Batterien und Energiespeicher-systeme in Freiburg. Die drei Partner reagieren damit auf die stark wachsende Nachfrage nach sicheren und kommerziell verwertbaren Batterien und Energiespeichersystemen als Schlüsseltechnologien für Elektromobilität und die weiter steigende Nutzung erneuerbarer Energien.

Das Fraunhofer ISE verfügt über langjährige Erfahrungen im Bereich der Forschung, Entwicklung und Prüfung an Batteriespeichern, die von Zellen über Module bis hin zu Systemen und deren Einbindung in Gesamtanlagen reichen. Insbesondere in der Elektromobilität sind Sicherheitsprüfungen, die auch Zerstörungs- und Crashtests von kompletten Fahrzeugbatterien umfassen, von Bedeutung – ein Gebiet, auf dem das Fraunhofer EMI über langjährige Kompetenzen und unterschiedliche Prüfanlagen verfügt.

VDE-Experten bieten mit ihrem Know-how in den Bereichen Standardisierung und Zertifizierung, über die etablierte Sicherheitsstandards hinaus die Zertifizierung von Leistung, Lebensdauer, Zuverlässigkeit und Datensicherheit für Batterie- und Speichersysteme an.

Mehr als 30 Millionen Euro sollen in den nächsten drei Jahren in das Kompetenzzentrum investiert werden. Der Start des Betriebs ist für das erste Quartal 2019 geplant.

Mit 1'200 Mitarbeitern ist das in Freiburg angesiedelte Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE das grösste europäische Solarforschungsinstitut.

Der Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik (VDE) ist mit 36.000 Mitgliedern (davon 1'300 Unternehmen) und 1'600 Mitarbeitern einer der grossen technisch-wissenschaftlichen Verbände Europas. Das VDE-Zeichen, das 67 Prozent der Bundesbürger kennen, gilt als Synonym für höchste Sicherheitsstandards. Hauptsitz des VDE ist Frankfurt am Main.

Das Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI befasst sich für industrielle Anwendungen mit dem Fokus auf Zuverlässigkeit, Sicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit.

43. Ham Radio setzt Pfadfinder in den Fokus


Auge in Auge mit dem Funkamateur: Die internationale Amateurfunk-Ausstellung findet vom 1. bis 3. Juni 2018 auf dem Messegelände in Friedrichshafen statt und steht unter dem Motto „Radio Scouting – Abenteuer Jugend Amateur Funk“. Die Ham Radio, Europas bedeutendste Amateurfunkmesse zeichnet sich durch die Kombination aus qualitativ hochwertigem Produktangebot und einem breit gefächerten Rahmenprogramm aus.

Das diesjährige Motto hebt die Pfadfinder hervor und bietet rund um dieses Thema Aktionen, Ausstellungen und Vorträge. In diesem Jahr wurden die Pfadfinder eingeladen, die sich unter dem Stichwort Radio Scouting auf den Frequenzen bewegen. Ein spannendes Thema für Funkamateure und Scouts“. Besucher erfahren mehr über Pfadfinder und Amateurfunk. Ausserdem entstehen im Freigelände eine Jurtenburg sowie ein Pioneering Turm. Die Pfadfinder selbst können sich bei Vorträgen und Workshops über den Amateurfunk informieren.

Energie, Zeit und Ort“ steht auf dem Programm für die Lehrerfortbildung in Kooperation des DARC und dem Arbeitskreis Amateurfunk und Telekommunikation in der Schule (AATiS). Weiter können, mit einer erste Peilung, Teilnehmer mit dem Hobby Amateurfunk der Ham-Rallye Kontakt aufnehmen. Am Freitag und Samstag, ist ein spannendes Programm für Nachwuchsfunker zwischen acht und 18 jährigen  geboten, die an verschiedenen Stationen knifflige Quizfragen beantworten, Telekommunikations-experimente durchführen, funken und morsen können.

Die Ham Radio findet von Freitag, 1. bis Sonntag, 3. Juni 2018 in Friedrichshafen statt.
Die Maker Faire öffnet ihre Tore parallel am Samstag, 2. und Sonntag, 3. Juni.

Dänemark schafft Rundfunkgebühr ab


In Dänemark wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Zukunft über Steuern aus dem allgemeinem Staatshaushalt finanziert. Dafür soll der persönliche Steuerfreibetrag gesenkt werden. Eine neue Steuer für die Rundfunkfinanzierung ist nicht vorgesehen.

Das Budget des dänischen Rundfunks (DR) soll ausserdem im Laufe der kommenden fünf Jahre schrittweise um ein Fünftel um umgerechnet rund 100 Millionen Euro pro Jahr gekürzt werden. Damit setzt sich die Dänische Volkspartei durch, die verlangt hatte, die von der Regierung ursprünglich geplante Budgetkürzung von 12,5 Prozent auf 20 Prozent zu erhöhen.

Donnerstag, 22. März 2018

Schweizer Fimen müssen ab 25. Mai 2018 einen „Datenschutzvertreter“ auf EU-Territorium bezeichnen


Der Aussenhandel zwischen Deutschland und der Schweiz intensivierte sich 2017 im Zuge der aufgehellten weltweiten Konjunkturlage. Es stiegen allerdings die administrativen Hürden und es drohen neue finanzielle Belastungen.

Mit dem steigenden Wirtschaftsaustausch über die Grenze Deutschland - Schweiz nimmt die administrativen und finanziellen Belastungen für die Deutsche Exportwirtschaft zu. Neben dem komplexen Verfahren bei der Mitarbeiterentsendung sieht die Handelskammer aktuell die Sorge, sich angemessen dem Datenschutzniveau anzunähern.

Ab 25. Mai 2018 gilt die EU-Datenschutzverordnung und bezieht sich in ihrem räumlichen Anwendungsbereich bei der Verarbeitung von Personendaten aus der EU auch auf die Schweiz und Drittländer. Viele Schweizer Firmen werden  davon betroffen sein. Neben der Einhaltung des neuen EU-Datenschutzrechtes muss unter bestimmten Voraussetzungen, zusätzlich ein „Verantwortlicher“ als Datenschutzvertreter auf EU Territorium bestellt werden. In den vergangenen Jahren ist die Schweiz in puncto Datenschutz als vergleichbar mit der EU eingestuft worden, was den Firmen unnötige Bürokratie erspart hat.

Aus Sicht der Handelskammer Deutschland - Schweiz gilt es nun Rechtsunsicherheit zu vermeiden und eine angemessene Annäherung des Schweizer- und des EU-Datenschutzniveaus baldmöglichst zu erreichen. Es ist zu hoffen, dass dann auch ein „Datenschutzvertreter“ auf EU-Territorium nicht mehr notwendig sein wird.

Schweiz: Ab 2019 werden alle ausländischen Firmen bei der Radio- und TV Gebühr abgabepflichtig


Mit dem steigenden Wirtschaftsaustausch über die Grenze Deutschland - Schweiz nehmen  die administrativen und finanziellen Belastungen für die Exportwirtschaft zu. Neben dem komplexen Verfahren bei der Mitarbeiterentsendung sieht die Handelskammer Deutschland - Schweiz aktuell eine Entwicklungen mit Sorge. 

Ab 2019 werden in der Schweiz alle ausländischen Firmen bei der Radio- und TV Gebühr abgabepflichtig, wenn sie Mitarbeiter, z.B. zur Montage- und Servicezwecken in die Schweiz entsenden und in der Schweiz mehrwertsteuerpflichtig werden. Dies auch wenn die ausländischen Firmen in der Schweiz keine Betriebsstätte unterhalten. Die Abgabepflicht besteht ab einem Weltumsatz von CHF 500.000 pro Jahr.

Bei der Ausgestaltung der Radio- und TV-Gebühr verlangt die Handelskammer Deutschland - Schweiz eine Umsetzung mit Augenmass, welche berücksichtigt, dass eine Nutzung von Radio und Fernsehen in der Schweiz durch entsandte Mitarbeiter aus dem Ausland nicht stattfindet und deshalb eine Befreiung der Entsendebetriebe vorsieht. Nach Auffassung der Handelskammer wird die Schweizer Wirtschaft in der Gegenrichtung, bei Montageaufträgen und zu Recht, auch nicht mit Radio- und Fernsehgebühren des Auslandes belastet!

Bei der Abstimmung über die Rundfunk- und Fernsehgebühren, anfang März, unterlag auch der Schweizerische Gewerbe Verband. Alle Betriebe in der Schweiz mit einem Weltumsatz von CHF 500'00 müssen die Radio- und TV Gebühr bezahlen ob die Mitarbeiter Radio hören dürfen, können oder nicht. 

Freitag, 16. März 2018

2018 neue Norm gegen wachsenden elektromagnetischen Störpegel



Nicht nur Funkamateure werden seit Jahren durch einen sehr hohen und weiter wachsenden elektromagnetischen Störpegel massiv beeinträchtigt. Inzwischen machen diese Störungen auch vor der modernsten Digitaltechnik für Rundfunk und Fernsehen, also DAB+ und DVB-T2, nicht mehr halt. An Strassenkreuzungen werden Fahrzeug stark beeinträchtigt. Als Störquelle wurden moderne LED-Lampen, Werbetafeln, Schaltnetzteile, PLC-Geräte, Grossbildschirme, Ampelsteuerungen usw. ermittelt. Beseitigt die internationale Norm CISPR 15 ab 20. Juni 2018 die Probleme der Rundfunkempfangsstörungen?

Die Internationale Fernmeldeunion (ITU) und der EBU (European Broadcasting Union) haben schon 2016 auf die Problematik bei LED-Lampen hingewiesen. Amateurfunker und Experten nationaler Komitees bestätigten die Störung. Seither beschäftigt  sich eine Arbeitsgruppe in Zusammenarbeit mit der EBU und der ITU um die Störproblematik bei LED-Lampen. 

In diesem Zusammenhang wurden die durch LED-Lampen hervorgerufene sogenannte EMV-Störungen im Band III betrachtet. Technisch gesehen hat sich gezeigt, dass LED-Leuchtmittel als Ersatz für 12V-Halogenlampen eher zu Störungen führen, als LED-Leuchtmittel für den direkten Einsatz im 230V-Netz. Bei 12V-Lampen wird die Situation dadurch kompliziert, dass zusätzlich zu der Elektronik im Leuchtmittel ein externer Transformator oder ein Schaltnetzteil zum Betrieb erforderlich ist. Von diesem Trafo hängt ab, ob eine Lampe die EMV-Anforderungen erfüllt oder nicht. Denn durch den Ersatz der ursprünglichen Leuchtmittel mit stromsparenden LED-Typen sinkt die Belastung des Transformators auf wesentlich geringere Werte als seinem Nennwert entspricht.

2018 Neue Norm
Die aktuell verfügbare Norm DIN EN 55015 berücksichtigt bereits "Grenzwerte und Messverfahren für Funkstörungen von elektrischen Beleuchtungseinrichtungen LED-Lampen  und ähnlichen Elektrogeräten“. Gemäss der EU-Richtlinie sind alle Funkdienste gleichwertig vor nichtkonformen Betriebsmitteln zu schützen. Die Richtlinie schliesst Funkdienste von Sicherheitsdiensten, Feuerwehr, Polizei, Notarzt, Flugsicherung, Militär, See- und Flussschifffahrt usw. ausdrücklich auch Rundfunk, Fernsehen und den Amateurfunkdienst mit ein

Grundlage ist die internationale Norm CISPR 15, die nun vollständig überarbeitet ist und am 20. Juni 2018 veröffentlicht werden soll. Nach einer Übergangszeit von drei Jahren muss soll Norm dann noch in die harmonisierte europäische Norm überführt werden, was zusätzlich Zeit beansprucht. Ob die Probleme der Rundfunkempfangsstörungen dann beseitigt sind, bleibt abzuwarten - vor allem, da die bisher bereits in den Verkauf gelangten Lampen und Leuchtmittel eine relativ lange Lebenserwartung haben.


Dienstag, 13. März 2018

Mobilfunktechnologie 5G als Rundfunksystem?


Digitalradio Österreich, Privatsenderverband und Verband Österreichischer Zeitungen loteten Mitte März das Potenzial für Hörfunk über 5G aus. Der neue Mobilfunkstandard 5G ist in aller Munde. Die neuen österreichischen Bundesregierung sieht neben dem klaren Bekenntnis, zur Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks auch das Ziel verankert, Österreich zu einem der führenden Länder beim 5G-Ausbau zu machen. Welches Potenzial birgt 5G für das klassische Medium Radio? Welche Funktionen kann diese Technologie erfüllen? Welche neuen Programmformate und Geschäftsmodelle werden dadurch möglich? Welche Investitionen könnten dadurch notwendig werden?

Durch Reiner Müller, stellvertretender Geschäftsführer und Bereichsleiter Technik/IT der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien in München, wurden mögliche Szenarien der Technologie 5G im Bereich Radio skizzierte. Sein Fazit: Der 5G-Standard könnte im Endgerätebereich ab 2025 ein neu zu entwickelnder Markt sein. Allerdings dürften viele andere Anwendungen dringend auf die Bandbreite von 5G angewiesen sein. Es frag sich, ob 5G als wichtiger digitaler Übertragungsweg für Radio überhaupt Anerkennung finden könnte. „Was ab 2030 im Rundfunk sein wird, kann heute nicht als Entscheidungsgrundlage für anstehende Fragen zur Digitalisierung des Hörfunks dienen“, so Müller einschränkend.

Digitaler Standard DAB+ ergänzt durch 5G
Der Verein Digitalradio Österreich sieht die Möglichkeiten des 5G-Standards, als noch nicht regulierter Markt mit Zugangsbeschränkung für die Hörerinnen und Hörer. Weltweit, vor allem aber in Europa, zeichne sich der digitaler Standard DAB+ für den Hörfunk ab. Auf diesen Standard vertraut die Geräte- und Fahrzeugindustrie. Für DAB+ spricht der programmliche Mehrwert durch mehr Radioprogramme und die ökonomisch günstigeren Verteilkosten. Ein medienpolitisches Abwarten bis 2025 gefährdet die Zukunftschancen für den bisherigen erfolgreichen Hörfunk.

5G als kostenloser Zugang zu mobilen Privatsenderangeboten
Der Verband Österreichischer Privatsender, sieht für die Zukunft des Mediums Radio, dass dies auf allen Plattformen verfügbar ist. Der kommerziell weiterhin wichtigste Verbreitungsweg ist, für den Verband der Österreichischer Privatsender, UKW. IP-basierte Verbreitung via Streams, Podcasts sind auch immer wichtiger. Neben der digitalen Terrestrik, in Form von DAB+, die ab 2018 in Österreich verfügbar sein wird, ist der Ausbau eines leistungsfähigen 5G-Netzes wichtig. Der Verband der Österreichischer Privatsender stellt die Forderung, dass der mobile Zugang zu den Streaming-Angeboten österreichischer Rundfunkveranstalter für die Bevölkerung und die Rundfunkveranstalter kostenlos sein müsste. 

5G hat Potenzial
Der Verband Österreichischer Zeitungen, ortet Potenzial für 5G, für den Medienbereich. Medienhäuser setzen schon heute auf 360-Grad, die mit ihren Marken verstärkt auf hochauflösende Bewegtbilder setzen. Für diese braucht es höhere mobile Bandbreiten. Der Verband Österreichischer Zeitungen sieht eine Erweiterung in der neuen Netztechnologien, Innovationspotenziale und für Virtual Reality-Formate.