Sonntag, 12. Oktober 2025

KI-Chatbots sind gefährlich nett zu Menschen

Gelegentliches Lob von schmeichlerischen Chatbots könnte mehr schaden als nützen. Informatiker von der Stanford University und der Carnegie Mellon University haben herausgefunden, dass Schmeicheleien einen nachteilhaften Einfluss auf das Urteilsvermögen und Verhalten des Chat KI Adressaten haben können. Es stellte sich heraus, dass Nutzer, die der schmeichlerischen KI ausgesetzt waren, stärker davon überzeugt waren, dass sie Recht hatten, auch wenn es nicht stimmte, und weniger bereit waren, Massnahmen zur Konfliktlösung zu ergreifen.


KI sollte objektiver werden

Die Testpersonen vertrauten der KI mehr, wenn sie ihnen zustimmte, und bezeichneten diese KI-Systeme sogar als "objektiv" und "fair". Diese soziale Schmeichelei, bei der die KI das Selbstbild und die Handlungen eines Nutzers bestätigt, schafft den Experten nach eine potenziell gefährliche digitale Echokammer, in der eine Person nur Informationen und Meinungen erhält, die ihre eigenen Auffassungen widerspiegeln und verstärken.


Soziale Unterwürfigkeit ist laut den Wissenschaftlern in führenden KI-Modellen weitverbreitet. Das verringere die Bereitschaft der Nutzer, zwischenmenschliche Konflikte zu lösen und verstärke gleichzeitig deren Überzeugung, im Recht zu sein. Entwickler fordern, aufgrund dessen die Regeln für die Erstellung von KI zu ändern, um Schmeicheleien einzudämmen.

GPS dank NTNU-Software nun dezimetergenau

Ardeshir Mohamadi an der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie hat das Global Positioning System (GPS) mit einer Zusatz-Software deutlich optimiert. Damit wird die Position mit einer Genauigkeit von einem Dezimeter angezeigt. Heute sind es zehn Meter. Vor allem Fussgänger, die sich auf GPS verlassen, sollen über längere Strecken nicht mehr im Stich gelassen werden.


Die NTNU-Software nutzt diese Modelle, um auszurechnen, wie die GPS-Signale umgelenkt werden und wie viel Zeit sie dafür benötigen. Das wird zur Korrektur des Signals genutzt. Nebenbei wird die Positionsbestimmung genauer. Bei Tests in Trondheim haben die Forscher in 90 Prozent aller Fälle eine Genauigkeit von weniger als zehn Zentimetern erreicht.


Satellitensignale die durch Glas und Beton hin und her reflektiert, brauchen nicht mehr länger um den Empfänger zu erreichen. Mit einem Computerprogramm, das die Umwege gewissermassen wegrechnet, wird das Problem gelöst. Schützenhilfe leistet dabei Google Earth (https://earth.google.com/web/). Der Dienst verfügt über 3D-Abbildungen der Gebäude von bisher mehr als 4.000 Städten weltweit.