Donnerstag, 23. April 2026

CH; Vergabe der UKW-Konzessionen für Radios ab 2027

Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat das Verfahren für die Vergabe der UKW-Funkkonzessionen zur Verbreitung von Radioprogrammen ab 2027 festgelegt. Im Dezember 2025 entschied das Parlament, die Verbreitung von Radioprogrammen über UKW auch nach dem Auslaufen der UKW-Funkkonzessionen 2026 zu ermöglichen. Das BAKOM hat daraufhin im Auftrag des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation die Vergabe der UKW-Konzessionen ab 2027 bis 2034 ausgearbeitet und orientiert sich dabei an der Laufzeit der bestehenden Veranstalterkonzessionen.


Demnach können die SRG und die 25 konzessionierten Radios mit Leistungsauftrag die bisherigen Frequenzen ihres Versorgungsgebiets nutzen. Sie müssen dazu beim BAKOM ein Gesuch einreichen. Frequenzen, die bis Ende 2026 nicht beansprucht werden, kann das BAKOM 2027 ausschreiben.

Alle übrigen UKW-Frequenzen, die bislang Radios ohne Leistungsauftrag zugeteilt waren, werden in der bestehenden Form als Frequenzpakete angeboten. Alle Radioveranstalter können sich darum bewerben. Das BAKOM wird die Frequenzpakete voraussichtlich im Frühjahr 2026 auf seiner Webseite publizieren, Gesuche können bis Ende Juni eingereicht werden. Sollten sich mehrere Veranstalter für ein Frequenzpakete interessieren, wird das BAKOM voraussichtlich im Herbst 2026 eine Auktion durchführen.

Mit der Festlegung der Rahmenbedingungen für die künftige Verbreitung über UKW setzt das BAKOM die im Dezember 2025 vom Parlament angenommene Motion 25.3950 "Neue Ausschreibung für die UKW‑Funkkonzessionen ab 1. Januar 2027" um.

Die SRG und Privatradios mit Leistungsauftrag können auf Gesuch hin ihre bisherigen Frequenzen weiter nutzen.CH

Schweizer Startup BTRY erhält den HERMES Startup AWARD 2026

In diesem Jahr erhielt ein junges Unternehmen aus der Schweiz den begehrten HERMES Startup AWARD. Die Gründer überzeugten die unabhängige Jury mit der Entwicklung ultradünnen, vollständig flexiblen Feststoffbatterien. Die Preisübergabe erfolgte im Rahmen der feierlichen Eröffnung der Weltleitmesse für die produzierende Industrie an der HANNOVER MESSE im April 2026.


Bei dem ausgezeichneten Produkt handelt es sich um ultradünne Festkörperbatterien. Diese vereinen schnelles Laden, hohe Temperaturbeständigkeit und grosse Sicherheit und übertreffen damit herkömmliche Lithium-Ionen-Zellen. Durch die Übertragung von Produktionstechnologien aus der Halbleiterindustrie auf die Batterieherstellung gelingt BTRY ein entscheidender Fortschritt im globalen Trend hin zu kleineren, sichereren und langlebigeren Energiespeichern, die die nächste Generation smarter Geräte ermöglichen. Dazu zählen drahtlose Sensoren ohne Kabel, elektronische Geräte die man am Körper trägt, sowie Anwendungen in der Medizintechnik. Die Batterien sind bis zu Temperaturen von 150 °C einsetzbar und können bereits ab einer Dicke von nur 0,1 mm innerhalb einer Minute vollständig auf- und entladen werden. BTRY zeigt mit seinen ultradünnen Batterie, damit ein zentraler Baustein. Das Startup BTRY konnte die Leistungsfähigkeit von Produkt und Produktionstechnologie gleichermassen zeigen und ist bereits in Verhandlungen mit Lizenznehmern.

    Die Deutsche Messe zeichnet alljährlich ein Unternehmen aus, das nicht älter als fünf Jahre ist und dessen Produkt beziehungsweise Lösung einen besonders hohen technologischen Innovationsgrad aufweist.

Dienstag, 14. April 2026

Robohund mit KI als Blindenführer, Routenplanung und Kommunikation im Klartext

    Forscher der Binghamton University haben einen Roboterhund entwickelt, der gesprochene Befehle versteht und mit seinem Besitzer kommuniziert, während beide gemeinsam ein Ziel ansteuern. "Wir kommen jetzt an eine Treppe, die abwärts führt", sagt der Robohund zum Beispiel. Und wenn sein Besitzer sagt, er habe einen Termin beim Hausarzt, ermittelt der Roboter den Weg, auf dem die wenigsten Hürden zu überwinden sind.


Ausgereifte Sprachfähigkeit

    Echte Blindenhunde können bestenfalls 20 Befehle verstehen. Der robotischer Blindenführhund versteht dagegen dank generativer KI eine Vielzahl von Sprachbefehlen und verfügt über sehr ausgeprägte Sprachfähigkeiten.

      Hat der Roboter die Route zum Ziel berechnet, beschreibt dieser sie im Klartext, weist beispielsweise auf besondere Herausforderungen wie Strassenüberquerungen hin, die nicht mit einer Ampel gesichert sind, und fragt, ob der Sehbehinderte sich diesen Kurs zutraut. Wenn nicht, ermittelt er eine andere Route. Blinde Tester sind überzeugt.

Apps fressen im Jahr überr 140 Kilowattstunden Strom

    Viele Nutzer unterschätzen den Energiebedarf für je nach Nutzungsverhalten beträgt der externe Stromverbrauch für digitale Anwendungen pro Person und Jahr bis zu 140 Kilowattstunden. Egal, ob Scrollen durch Social Media, Streamen auf Netflix, Musikhören auf Spotify oder ChatGPT: Laut einer Analyse der Hochschule Biberach wird der Energiebedarf für Server, Netzwerke und Cloud-Systeme oft unterschätzt.


        Forscher Matthias Hillebrand, Absolvent der Hochschule Biberach, hat auf Basis eines selbst entwickelten Berechnungsmodells einen jährlichen externen Stromverbrauch von ein bis 141 Kilowattstunden pro Person ermittelt. Zum Vergleich: eine Kilowattstunde entspricht ungefähr zehn bis 20 Stunden Laptop-Nutzung. Wer viel streamt, online spielt oder Cloud-Dienste intensiv nutzt, erzeugt deutlich mehr Datenverkehr - und damit mehr Energieverbrauch. Das Abspielen von Spotify-Playlists auf dem Handy erzeuge messbaren Energieaufwand in Rechenzentren. Auch Suchanfragen oder Video-Streaming verbrauchen Strom.

Sonntag, 1. März 2026

KI auf der HANNOVER MESSE

Raus aus der Theorie. Rein in die Anwendung. Mit der HANNOVER MESSE 2026 wird Künstliche Intelligenz (KI) in der Industrie greifbar. Praxisnah und anwendungsorientiert wird die Messe zeigen, wie produzierende Unternehmen KI gewinnbringend einsetzen können. Mit neuen Ausstellern, einer neuen Themenstruktur, einer optimierten Besucherführung und einem konsequenten KI-Fokus wird auf der Weltleitmesse der produzierenden Industrie deutlich, wie aus den Herausforderungen unserer Zeit konkrete Wettbewerbsvorteile entstehen. Den Besuchenden soll noch mehr Orientierung geboten werden.


Industrielle KI soll dabei zum zentralen Innovations- und Wachstumstreiber werden. Analysierte Produktionsdaten in Echtzeit, optimiert Prozesse ermöglicht eine intelligente, adaptive Steuerung von Produktionsabläufen. Wer heute mutig in KI, Automatisierung und digitale Systeme investiert, schafft die Grundlage für Effizienzsprünge, und nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit. 


Physical AI

Erstmals wird auch das Thema Physical AI eine zentrale Rolle spielen. Gemeint sind KI-Systeme, die unmittelbar mit der physischen Welt interagieren – etwa in Maschinen, Anlagen oder Robotern. KI kann damit zur produktiven Kraft in der Fabrik – insbesondere bei industriellen und humanoiden Robotern werden. 


Aussteller

Zu den Ausstellern zählen globale Tech-Unternehmen wie AWS, Microsoft, SAP, Schneider Electric oder Siemens sowie Technologieführer wie Beckhoff, Festo, HARTING, ifm, LAPP, Phoenix Contact, Rittal, Schaeffler oder SEW. Namhafte Forschungsinstitute wie Fraunhofer oder das KIT (Karlsruher Institut für Technologie) skizzieren die Industrielösungen für morgen. Mehr als 200 Startups aus unterschiedlichen Technologiefeldern zeigen ihre Lösungen.

Sonntag, 15. Februar 2026

Wenn die Ham Radio 2026, vom 26. bis 28. Juni ihre Tore öffnet, leuchtet erstmals ein neuer Stern im internationalen Vierländereck: Die Astro wird als Fachmesse rund um Astronomie, Astrofotografie und moderne Beobachtungstechnik ihre Premiere im Portfolio der Messe Friedrichshafen feiern. Die neue Astronomie-Ausstellung Astro findet erstmalig am 27. Juni 2026 in Halle B1statt.


Die Astromonie Ausstellung kann man mit einem gültigen Ticket beide Ausstellungen besuchen. Astro spricht eine engagierte und technikaffine Community an und passt mit ihrer inhaltlichen Ausrichtung hervorragend zur Ham Radio. Astronomie und Amateurfunk teilen dieselbe Leidenschaft für Technik, Präzision und Kommunikation. Die Astro ist daher nicht nur eine ideale Ergänzung, sondern eröffnet neue Horizonte für alle, die den Himmel nicht nur sehen, sondern verstehen wollen. Der Amateurfunk trifft ja auch mit  der Mondreflexkommunikation (Erde-Mond-Erde-Verbindung) „Von der Sonne bis zu den Sternen“. Der interdisziplinäre Austausch mit der Amateurfunk-Community, deren Experimentierfreude und Technikbegeisterung viele Parallelen zur Himmelsbeobachtung aufweisen. So entsteht ein Rahmenprogramm, das sowohl Neulinge als auch Profis gleichermassen anspricht.


Über die Astro

Die Astro ist die neue Fachausstellung rund um Astronomie, Astrofotografie und moderne Beobachtungstechnik und ergänzt die Ham Radio um ein Themenfeld. 


Über die Ham Radio

Europas grösste Amateurfunkausstellung bietet ein umfangreiches Produkt- und Weiterbildungs-Angebot rund um die Funktechnik sowie Funkbegeisterten aus aller Welt eine Plattform zum Austausch. mit dem Partner Deutscher Amateur-Radio-Club (DARC) e.V.

Dienstag, 10. Februar 2026

Flugerprobung eines der bislang schwersten elektrischen Senkrechtstarter Europas

Das Münchner Luftfahrt-Startup ERC System hat mit der Flugerprobung seines neuesten eVTOL-Prototyps begonnen. Wie das Unternehmen heute bekanntgab, ist der vollelektrische Senkrechtstarter der dritten Generation "Romeo" im November erfolgreich in die nächste Phase der Erprobung eingetreten.

    Das Abfluggewicht beträgt 2.735 Kilogramm und mit einer Spannweite von 16 Metern zählt das Fluggerät zu den grössten und schwersten bislang in Europa geflogenen vollelektrischen Fluggeräten. Parallel zum erfolgreichen Erstflug intensivierte das Unternehmen zuletzt die Zusammenarbeit mit Luftrettungsorganisationen und bereitet eine Erweiterung seines Produktportfolios im Bereich unbemannter Flugsysteme vor.

    Die laufenden Flugtests mit Prototypen in Originalgrösse und mit realistischer Abflugmasse sind zentraler Bestandteil des Entwicklungsansatzes von ERC System. Ziel ist es, die technologischen und flugbetrieblichen Herausforderungen schwerer eVTOL-Fluggeräte möglichst früh im Entwicklungsprozess zu adressieren. Diese Philosophie verfolgt das Unternehmen seit dem Erstflug seines ersten Prototyps "Echo" im Jahr 2023. Die Erkenntnisse aus der aktuellen Flugerprobung fliessen unmittelbar in die Entwicklung des ersten kommerziell verfügbaren Fluggeräts von ERC System ein.

Bild: Mit dem erfolgreichen Erstflug setzt ERC System einen Meilenstein in der Entwicklung bemannter eVTOL-Technologie. Bildquelle: ERC System DRF Luftrettung