Dienstag, 10. Februar 2026

Flugerprobung eines der bislang schwersten elektrischen Senkrechtstarter Europas

Das Münchner Luftfahrt-Startup ERC System hat mit der Flugerprobung seines neuesten eVTOL-Prototyps begonnen. Wie das Unternehmen heute bekanntgab, ist der vollelektrische Senkrechtstarter der dritten Generation "Romeo" im November erfolgreich in die nächste Phase der Erprobung eingetreten.

    Das Abfluggewicht beträgt 2.735 Kilogramm und mit einer Spannweite von 16 Metern zählt das Fluggerät zu den grössten und schwersten bislang in Europa geflogenen vollelektrischen Fluggeräten. Parallel zum erfolgreichen Erstflug intensivierte das Unternehmen zuletzt die Zusammenarbeit mit Luftrettungsorganisationen und bereitet eine Erweiterung seines Produktportfolios im Bereich unbemannter Flugsysteme vor.

    Die laufenden Flugtests mit Prototypen in Originalgrösse und mit realistischer Abflugmasse sind zentraler Bestandteil des Entwicklungsansatzes von ERC System. Ziel ist es, die technologischen und flugbetrieblichen Herausforderungen schwerer eVTOL-Fluggeräte möglichst früh im Entwicklungsprozess zu adressieren. Diese Philosophie verfolgt das Unternehmen seit dem Erstflug seines ersten Prototyps "Echo" im Jahr 2023. Die Erkenntnisse aus der aktuellen Flugerprobung fliessen unmittelbar in die Entwicklung des ersten kommerziell verfügbaren Fluggeräts von ERC System ein.

Bild: Mit dem erfolgreichen Erstflug setzt ERC System einen Meilenstein in der Entwicklung bemannter eVTOL-Technologie. Bildquelle: ERC System DRF Luftrettung









Europas unabhängiger Zugang zum Weltraum

Nach fünf erfolgreichen Starts in Folge mit zwei Boostern soll die europäische Trägerrakete Ariane 6 nun ihren Erststart mit vier Feststoffboostern absolvieren. Der Start ist für den 12. Februar 2026 um 17:45 Uhr MEZ (13:45 Ortszeit) vom europäischen Raumflughafen in Kourou (Französisch-Guyana) geplant.


Sie befördert 32 Satelliten von Amazon in eine niedrige Erdumlaufbahn in 465 Kilometern Höhe. Durch die Konfiguration mit vier Boostern kann die Ariane 6 rund 20 Tonnen Ladung ins All befördern – ungefähr doppelt so viel wie die Version mit zwei Boostern. Diese „Ariane 64“ genannte Version ist durch ihre hohe Nutzlastkapazität und ihre umfassende Flexibilität besonders geeignet, um grosse Satellitenkonstellationen in den Weltraum zu bringen – ob für kommerzielle oder institutionelle Kunden.


Damit sichert die Rakete Europas unabhängigen Zugang zum Weltraum. Deutschland ist nach Frankreich zweitgrösster Beitragszahler des Ariane-6-Programms der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Die deutschen Beiträge werden von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) koordiniert. Das DLR war zudem über Triebwerks- und Oberstufentests bei der DLR-Einrichtung Raumfahrtantriebe in Lampoldshausen massgeblich an der Entwicklung der Ariane 6 beteiligt.


Donnerstag, 29. Januar 2026

CH; Die Schweiz möchte einen Gipfel zur künstlichen Intelligenz im Jahr 2027 durchführen

Der Bundesrat hat sich bereits an seiner Sitzung vom 25. Juni 2025 dafür ausgesprochen, dass 2027 in Genf ein Gipfeltreffen zur künstlichen Intelligenz (KI) durchgeführt werden soll.


    Der Bundesrat möchte, dass die Schweiz 2027 Gastgeberland für einen KI-Weltgipfel wird. Die nötigen Vorbereitungsarbeiten sollen an die Hand genommen werden. Dabei soll insbesondere mit Indien zusammengearbeitet werden. Indien  hat für Anfang 2026 den nächste Gipfeltreffen geplante. Ende 2023 startete eine Reihe hochrangiger Gipfeltreffen zur KI. Diese fanden in verschiedenen Ländern statt und boten die Gelegenheit, sich über die Chancen und Risiken auszutauschen, die die KI für die Gesellschaft insgesamt und für einzelne Bereiche wie Medizin, Klima oder Landwirtschaft mit sich bringt. Das Gipfeltreffen soll in Genf stattfinden und wird gemeinsam vom UVEK und vom EDA organisiert werden. Geplant ist zudem eine Zusammenarbeit mit Akteuren aus der Wissenschaft und der Wirtschaft. 


    Die notwendigen Ressourcen könnten voraussichtlich innerhalb des bestehenden Budgets kompensiert und durch Beiträge von Dritten und Sponsoring generiert werden. Der Bundesrat hat das UVEK und das EDA beauftragt, ihm bis Anfang 2026 ein detailliertes Budget vorzulegen

Sonntag, 12. Oktober 2025

KI-Chatbots sind gefährlich nett zu Menschen

Gelegentliches Lob von schmeichlerischen Chatbots könnte mehr schaden als nützen. Informatiker von der Stanford University und der Carnegie Mellon University haben herausgefunden, dass Schmeicheleien einen nachteilhaften Einfluss auf das Urteilsvermögen und Verhalten des Chat KI Adressaten haben können. Es stellte sich heraus, dass Nutzer, die der schmeichlerischen KI ausgesetzt waren, stärker davon überzeugt waren, dass sie Recht hatten, auch wenn es nicht stimmte, und weniger bereit waren, Massnahmen zur Konfliktlösung zu ergreifen.


KI sollte objektiver werden

Die Testpersonen vertrauten der KI mehr, wenn sie ihnen zustimmte, und bezeichneten diese KI-Systeme sogar als "objektiv" und "fair". Diese soziale Schmeichelei, bei der die KI das Selbstbild und die Handlungen eines Nutzers bestätigt, schafft den Experten nach eine potenziell gefährliche digitale Echokammer, in der eine Person nur Informationen und Meinungen erhält, die ihre eigenen Auffassungen widerspiegeln und verstärken.


Soziale Unterwürfigkeit ist laut den Wissenschaftlern in führenden KI-Modellen weitverbreitet. Das verringere die Bereitschaft der Nutzer, zwischenmenschliche Konflikte zu lösen und verstärke gleichzeitig deren Überzeugung, im Recht zu sein. Entwickler fordern, aufgrund dessen die Regeln für die Erstellung von KI zu ändern, um Schmeicheleien einzudämmen.

GPS dank NTNU-Software nun dezimetergenau

Ardeshir Mohamadi an der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie hat das Global Positioning System (GPS) mit einer Zusatz-Software deutlich optimiert. Damit wird die Position mit einer Genauigkeit von einem Dezimeter angezeigt. Heute sind es zehn Meter. Vor allem Fussgänger, die sich auf GPS verlassen, sollen über längere Strecken nicht mehr im Stich gelassen werden.


Die NTNU-Software nutzt diese Modelle, um auszurechnen, wie die GPS-Signale umgelenkt werden und wie viel Zeit sie dafür benötigen. Das wird zur Korrektur des Signals genutzt. Nebenbei wird die Positionsbestimmung genauer. Bei Tests in Trondheim haben die Forscher in 90 Prozent aller Fälle eine Genauigkeit von weniger als zehn Zentimetern erreicht.


Satellitensignale die durch Glas und Beton hin und her reflektiert, brauchen nicht mehr länger um den Empfänger zu erreichen. Mit einem Computerprogramm, das die Umwege gewissermassen wegrechnet, wird das Problem gelöst. Schützenhilfe leistet dabei Google Earth (https://earth.google.com/web/). Der Dienst verfügt über 3D-Abbildungen der Gebäude von bisher mehr als 4.000 Städten weltweit. 


Sonntag, 28. September 2025

CH; Mit Technik vom Mars die Autobahnbrücke untersuchen

Das ETH-Spin-off Mondaic nutzt Wellenphysik, um das Innere von Brücken, Pipelines oder Flugzeugteilen zu untersuchen und deren Stabilität zu prüfen. Wie aus einem wissenschaftlichen Code zur Erkundung des Mars ein erfolgreiches Start-up wurde.   


Als die unbemannte Nasa-Sonde InSight Ende 2018 auf dem Mars landet, hat sie eine noch nie ausgeführte Mission: Sie sollte die innere Struktur des Roten Planeten erforschen. Möglich machte dies ein hochempfindliches Seismometer, das von der ETH Zürich mitentwickelt wurde. Dieses zeichnet feinste Erschütterungen auf, die etwa durch Marsbeben oder Meteoriteneinschläge verursacht werden.


Was damals möglich wurde, in den Mars hineinzuschauen, hilft heute, in Brücken, Flugzeugteile oder andere Materialien hineinzuschauen, ohne aufschneiden oder anbohren zu müssen.

 

Die Software von Mondaic entstand ursprünglich im Rahmen mehrerer Forschungsprojekte an der Professur für Seismologie und Wellenphysik.


Was als wissenschaftliches Werkzeug zur Erforschung des Mars begann, trägt heute dazu bei, Bauteile und Infrastruktur auf der Erde sicherer zu machen.


In Deutschland untersuchte das Team gemeinsam mit der Bundesanstalt für Materialforschung Systeme. Dabei stehen vor allem Schallemissionsdaten im Fokus. Das Verfahren bezeichnet man auch als Mikro-Seismologie, weil der Riss eines vorgespannten Spannkabels im Innern einer Brücke wie ein kleines Erdbeben wirkt und   mit Software kritische Stellen ermitteltn werden können.


Freitag, 12. September 2025

D; IFA bleibt mindestens bis 2034 in Berlin

IFA steht fortan für „Innovation for All“ oder auf Deutsch: „Innovation für alle“. 


    Seit 1924 findet auf dem Messegelände unter dem Berliner Funkturm die Technikmesse IFA statt. Die Abkürzung stand jahrzehntelang für „Internationale Funkausstellung“, auf der in der Vergangenheit erste Radiogeräte, Farbfernseher und Videorekorder vorgestellt wurden.


    Schaute man sich auf der diesjährigen IFA um, wird rasch deutlich, was die dort vertretenen Technologieunternehmen darunter verstehen: Künstliche Intelligenz (KI) und Roboter, die zukünftig nicht in Fabriken schuften, sondern den Menschen bei den täglichen Aufgaben des Haushalts unterstützen sollen.


    Die IFA bleibt Berlin bis mindestens 2034 treu. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten die Veranstalter. Die Abkürzung IFA soll aber künftig nicht mehr für „Internationale Funkausstellung“ , sondern für „Innovation For All“ stehen.