Montag, 21. Dezember 2015

Letzte Informationen zur MW-Abschaltung beim Deutschlandfunk

Am 30. Dezember um 17.05 Uhr MEZ wird Deutschlandradio Kultur die Mittelwelle zum Thema der Sendung „Kultur und Geschichte“ machen.

Gleich in einer Reihe von Sendungen hat sich der Deutschlandfunk mit der bevorstehenden Abschaltung seiner Mittelwellensender beschäftigen. Sowohl am 17. als auch am 18. Dezember war es in den Ratgebersendungen am Vormittag (ab 10.10 Uhr MEZ) zur Sprache gekommen und darüber hinaus wurde es am 17. Dezember im „Hintergrund" (18.40 Uhr MEZ) aufgegriffen. Die Sendung „Markt und Medien" hat sich am 19. Dezember damit beschäftigen.


Jeweils zur vollen Stunde werden auf den Mittelwellen des Deutschlandfunks bereits Hinweise auf deren Abschaltung am 31. Dezember 2015 eingeblendet. Für die Frequenzen 549, 756 und 1422 kHz die bislang die UKW-Zuführung des Deutschlandfunks übernahmen, ist eigens hierfür noch einmal ein separater Satellitenweg eingerichtet worden.

Sonntag, 20. Dezember 2015

NDR: An Heiligabend geht wieder der "Gruss an Bord"

Beim Norddeutschen Rundfunk ist der Heiligabend traditionell der Abend für die Sendung "Gruss an Bord“. Dabei werden  Grüsse an Seeleute in alle Welt gesendet werden, die das Weihnachtsfest fern der Heimat verbringen müssen.

Die Sendung wird seit Weihnachten 1953 ausgestrahlt und ist damit eine der ältesten Sendungen im deutschen Rundfunk. Die 62. Ausgabe von "Gruss an Bord" wird am 24. Dezember 2015 auch über verschiedene UKW-Sender des NDR, Livestreams im Internet sowie über die Kurzwelle gesendet.

Die Ausstrahlung kann in der Zeit von 19:00 bis 21:00 Uhr UTC auf folgenden Frequenzen (alle Angaben in kHz): 6185 Nordatlantik, 9885 Indischer Ozean (West), 9830 Atlantik/Indischer Ozean (Südafrika), 11650 Südatlantik, 9810 Indischer Ozean (Ost) gehört werden.

In der Zeit von 21:00 bis 23:00 Uhr UTC (22:00 bis 24:00 Uhr MEZ) sendet die Kurzwelle über folgende Frequenzen: 6040 Nordatlantik, 9515 Indischer Ozean (West), 9765 Indischer Ozean (Ost), 9665 Atlantik (Süd), 9830 Atlantik/Indischer Ozean (Südafrika).

Grüsse mussten bis zum 16.12.2015 per Post (NDR Info, Redaktion "Gruss an Bord", Rothenbaumchaussee 132-134, 20149 Hamburg) oder E-Mail (gruss-an-bord@ndr.de) erreichen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Internet unter

Zehnte traditionelle Weihnachtssendung des Längstwellensenders SAQ

Zum zehnten Mal verbreitet der schwedische Längstwellensender SAQ in Grimeton (Provinz Halland) am Heiligabend, den 24. Dezember, seine beliebte Weihnachtsbotschaft [1]. Wie die Jahre zuvor wird SAQ mit dem noch einzigen funktionierenden Maschinensender der Welt auf 17,2 kHz in CW senden.

Die Vorbereitungen mit Abstimmversuchen beginnen wie immer um 07:30 UTC (8:30 Uhr MEZ), die Botschaft wird um 08:00 UTC (9:00 Uhr MEZ) ausgestrahlt. Bedingt durch Renovierungsarbeiten im Funkraum wird es dieses Jahr allerdings keine weitere Aktivität auf den Amateurfunkbändern mit dem Call SK6SAQ geben können.


Für Hörfunkamateure ist der normale Postweg für Empfangsbestätigungen möglich: Alexander - Grimeton Veteranradios Vaenner, Radiostationen, Grimeton 72, S-432 98 Grimeton, Schweden.

Dienstag, 15. Dezember 2015

9. DEUTSCHE INNOVATIONSGIPFEL wird wieder Weichen stellen

Innovationen sind der Schlüssel zu mehr Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum, Wohlstand und unternehmerischem Erfolg. Innovationen müssen aber immer schneller generiert und in vermarktungsfähige, vom Kunden gewünschte Produkte umgewandelt werden. Wie hilft die Digitalisierung beim Innovieren?

Die Besucher des DEUTSCHEN INNOVATIONSGIPFEL (DI 2016) in München profitieren, am
24. Februar 2016, auf dem einzigartigen, branchen- und technologieübergreifenden Entscheidertreffen nicht nur vom Wissens- und Know-how-Transfer auf höchstem Niveau. Hochkarätige Sprecher, und interaktive Workshops bieten eine Fülle beeindruckender Inhalte, neuer Werkzeuge, Methoden und Strategien um Innovationen zu beschleunigen und die richtigen Weichen für die digitale Zukunft eines Unternehmens zu stellen. Das Gipfeltreffen, das unter der Schirmherrschaft der bayerischen Staatsministerin für Wirtschaft und Technologie steht, teilen die Teilnehmer nicht nur Wissen. Sie knüpfen auf der Lead-Veranstaltung der Munic Creative Business Week (MCBW) auch Netzwerke, fädeln Kooperationen und Partnerschaften ein. Entwickeln gemeinsam neue Geschäftsmodelle und betreiben Lead-Generation auf CxO-Level.

Ist Deutschland innovativ genug? Wie disruptiv ist die Digitale Transformation? Diesen Fragen wird Dr. Uwe Dumslaff, Corporate Vice President und CTO bei Capgemini, gleich zur Eröffnung des 9. DEUTSCHEN INNOVATIONSGIPFELS nachgehen. Die Zeiten „One size fits all“ (eine Grösse für alle) sind vorbei. Die Interaktion mit Kunden, das Innovieren in Partnerschaften und Netzwerken ist das Gebot der Stunde. Aber sind wir innovativ genug, um neue Geschäftsideen wertsteigernd zu realisieren?

Was machen Innovationsführer weltweit besser?
Der Kunde ist heute ein zentraler Treiber des digitalen Wandels. Unternehmen müssen sich dieser Herausforderung stellen und ihre digitalen Technologien weiterentwickeln und anpassen. Wie dies am besten geschehen sollte, darüber sprechen Entscheider im CxO-Talk zum Thema „Digitalisierung – Vom Kunden her denken“. Diskutieren Sie mit: Stefanie Kemp (RWE IT GmbH, Head of IT Governance & CIO Office), Dr. Michael Müller-Wünsch (OTTO, Bereichsvorstand Technologie), Hagen Rickmann (Deutsche Telekom, Geschäftsführer Geschäftskunden), Riccardo Sperrle (Tengelmann WHG KG, CIO) und Klaus Straub (BMW, CIO).

Ob CxO-Talk, Keynotes, Pitch-Präsentationen, Showroom oder interaktive Workshops: Das einzigartige, branchen- und technologieübergreifende Entscheidertreffen bietet nicht nur Erfahrungs-, Wissens- und Know-Transfer auf höchstem Niveau. Passend zum Jahresauftakt gibt der 9. DEUTSCHEN INNOVATIONSGIPFEL die richtige Inspiration, die eigenen, beruflichen Herausforderungen mit frischen Impulsen und neuen Methoden und Techniken zu meistern.

Die Zukunft treibt die Gegenwart
Wer seiner Zeit weit voraus sein und individuelle Innovationen bereits auf der neuen Daten-Autobahn (5G) testen und „Probe fahren“ möchten, hat dazu auf dem 9. DEUTSCHEN INNOVATIONSGIPFEL eine einmalige Chance. Denn VODAFONE wird auf dem Gipfeltreffen ein 5G-Netz aufbauen. Die neue Mobilfunk-Generation, die Industrie 4.0, IoT, autonomes Fahren etc. überhaupt erst möglich machen wird und voraussichtlich erst 2020 eingeführt werden soll, können Besucher auf dem DI 2016 bereits anwenden und nutzen.

Hub-Strategy: Vom „alten Tanker zum innovativen Schnellboot“
Wie kaum ein anderes, deutsches Unternehmen hat es der Stahlriese Klöckner geschafft, ein Traditionsunternehmen in die digitale Zukunft zu überführen. Nur eine durchgängige Digitalisierung der Liefer- und Leistungskette konnte die Effizienz steigern. Wie aber lässt sich die neue Agilität auf das Stammhaus und seine langjährigen Mitarbeiter übertragen? Welche Strukturen haben sich wie geändert und welche Hürden waren zu überspringen? Wie dies dem Unternehmen gelang, ausgetretene Pfade zu verlassen und Neuland zu betreten, wird der CEO der Klöckner auf dem 9. DEUTSCHEN INNOVATIONSGIPFEL 2016 berichten.

Produktentwicklung nah am Kunden
Nicht viel länger als 6 Wochen sollte es dauern, bis aus einer innovativen Idee ein Test-Produkt geworden ist. Wie gelingt dieser Sprung von der Idee in die ganz pragmatische Umsetzung – ohne „am Markt vorbei“ zu entwickeln? Prototyping und so genannte „Business Experiments“ sind der Schlüssel. In einem der vielen, interaktiven Intensiv-Workshops können die Teilnehmer des DEUTSCHEN INNOVATIONSGIPFELS praxisorientierte Ansätze dieser Methodik selbst erproben.

Diese kleine Auswahl aus dem riesigen Spektrum interessanter Themen und Angebote, werden die Besucher des 9. DEUTSCHEN INNOVATIONSGIPFELS für ihre eigenen, beruflichen Herausforderungen profitieren können. Den interessanten Themen- und Spannungsbogen wird zum Abschluss des Entscheidertreffens die Keynote von Christian Lamprechter, Geschäftsführer der Intel Deutschland GmbH schließen.

Details über das umfangreiche Themenangebot, Referenten und Tickets finden man auf der Webseite des DEUTSCHEN INNOVATIONSGIPFELS (www.deutscher-innovationsgipfel.de).

Samstag, 12. Dezember 2015

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Der Kühlschrank, der Milch-Mangel meldet, ABER …

Der Kühlschrank, meldet Milch-Mangel. Die Waschmaschine, bestellt ihr Waschpulver per Onlinhandel nach. Das Auto, das seinen Fahrer pünktlich an der Haustür abholt. Dank Beispielen wie diesen hat das Internet der Dinge eine beachtliche Medienkarriere hingelegt. Viele staunen darüber, manche schmunzeln noch. Berührung mit dem IoT hat inzwischen jeder.

Derzeit stehen beim Internet der Dinge noch überwiegend konsumentennahe Produkte wie Smart Watches oder selbstfahrende Autos im Vordergrund. Bislang werde erst ein Bruchteil der anfallenden Produktionsdaten genutzt.

ABER 

... eine Studie, eine Laboruntersuchungen von ePrivacy, legte erhebliche Mängel offen. Hauptsächlich Medical Apps, bei deren Nutzung hauptsächlich sensible Daten kommuniziert werden. Zu solchen Daten zählen beispielsweise Gesundheitswerte oder Login-Daten. Bei 80% aller Apps konnten Login-Daten durch unbeteiligte Dritte ausgelesen werden 

Bei vielen getesteten Medical Apps wurden Mängel beim Schutz personenbezogener Daten festgestellt. Rund 80% der getesteten Apps konnte der Datenverkehr mitgelesen und z.B. Benutzername und –passwort ausgelesen werden. Circa 38% der Apps verwendeten bei der Kommunikation über das Internet keine SSL-Verschlüsselung. Gesundheitsdaten konnten bei über der Hälfte (52%) aller Apps abgefangen werden. Zudem konnten in rund 54% aller Fälle die Daten nicht vor einem sogenannten Man-In-the-Middle-Angriff geschützt werden.

Bei einigen Apps, die vertrauliche Gesundheitsdaten speichern, wurden im Rahmen der Studie Nutzerkonten angelegt. Im Anschluss daran wurde versucht, ohne Verifizierung der Identität durch Social Engineering Daten des Profils zu ermitteln. In etwa 7% aller Fälle konnten so zum Beispiel Login-Daten Dritter ermittelt werden. 7% der Anbieter gaben Daten Dritter ohne zufriedenstellende Identifizierungen preis. 

75% aller Gesundheit Apps lassen eine Manipulation der Gesundheitswerte zu

Die Gesundheit des Users kann durch mangelhaften Schutz der Daten beeinträchtigt werden. Das Laborteam von ePrivacy konnte bei knapp 75% aller Apps die gesendeten und empfangenen Daten manipulieren und so zum Beispiel Blutzuckerwerte verfälschen. Besonders bedenklich sind die Ergebnisse der iOS-Apps: Bei fast 95% konnten Gesundheitswerte im Datenverkehr der App manipuliert werden. 

Fehlende Datenschutzerklärung 

Die Datenschutzerklärung einer App ist von großer Bedeutung. Sie sollte bereits vor einem potenziellen Login aufrufbar sein, um den Nutzer darüber aufzuklären, was mit seinen Daten bei der Nutzung der App passiert. 

Bei rund 65% der getesteten Android- und rund 47% der iOS- Apps schneiden die Datenschutzerklärung einer App schlecht ab. Dem Anwender werden innerhalb der Anwendung keine Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt. Insgesamt fehlt die Datenschutzerklärung bei 57% der Medical Apps. Die Laboruntersuchungen von ePrivacy legen erhebliche Mängel offen. Viele Anbieter konnten die vorgegebenen Standards an Datenschutz und Datensicherheit nicht erfüllen.

Sicherheitsbedrohungen für Industrie 4.0

Auf dem Weg zu Industrie 4.0 müssen Unternehmen nicht nur ihre Produktions- und Office-IT vernetzen, sondern zwingend auch ihre Sicherheitssysteme aufrüsten. emäss dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sind die grössten Sicherheitsbedrohungen für Industrie 4.0:

Infektion mit Schadsoftware über Internet und Intranet

Einschleusen von Schadsoftware über Wechseldatenträger und externe Hardware

Social Engineering

Menschliches Fehlverhalten und Sabotage

Einbruch über Fernwartungszugänge

Unternehmen sollten umfassende technologische und organisatorische Sicherheitsmassnahmen einführen, um ihre Produktionssysteme zu schützen.

(Quelle:

Synchronisation von FM, DAB und anderer Vektoren

Mehr und mehr werden FM- und DAB-Empfänger in einem Haushalt genutzt. Durch die gemeinsame Nutzung der jeweiligen Empfänger wird die Synchronisation der verschiedenen Vektoren immer wichtiger. In der Geometrie versteht man unter einem Vektor ein Objekt, das eine Parallelverschiebung in der Ebene oder im Raum beschreibt

Die Antwort ist logisch und einfach. Hört jemand in der Küche ab DAB und gleichzeitig im Wohnzimmer ab UKW, werden ihn die unterschiedlichen Ankunftszeiten Signals stören und er ist gezwungen, eines der beiden Radios auszuschalten. 

Unter den verschiedenen DAB-Empfängern herrschen zwar auch minimale Zeitdifferenzen; diese sind jedoch so klein, dass sie kaum hörbar - oder zumindest nicht störend - sind. Treffen jedoch zwei Audiosignale mit mehr als 200ms Unterschied auf das menschliche Ohr, sinkt nicht nur der Hörkomfort, sondern auch die Hördauer.

Um die Audiosignale so gut wie möglich synchron zu halten, wurde ein komplettes Verzögerungs-Konzept entwickelt. Allerdings ist die Aufgabe ein wenig komplizierter als es auf den ersten Blick aussieht. Je nachdem, ob es noch andere Vektoren in die Synchronisation eingebunden werden sollen, 
(DVB-C Radio, IPTV Radio, Internet Radio...) können die Verzögerungszeiten zwischen wenigen Sekunden bis hin zu rund einer Minute betragen. Nebst dem Audiosignal müssen aber auch die entsprechenden RDS Daten verzögert werden. Dies ist besonders wichtig, da ansonsten das RDS TA- Signal für die Verkehrsdurchsagen zum falschen Zeitpunkt ausgesendet oder gar abgeschnitten wird.


Um Probleme für das Radio Team zu vermeiden, muss senderintern eine Art „Zeitinset" erzeugt werden. IT-Systemzeiten und interne Uhren müssen der Verzögerungszeit dynamisch angepasst werden. Zudem sollte für die Radiomacher nicht nur das normale off Air Audio, sondern auch das unverzögerte Audio zugänglich sein was mit einer speziellen Einspeisung bewerkstelligen (Audio aver IP oder analog UKW via Kabel) wird. So wird der Nachrichtensprecher nicht zu spät auf Sendung gehen, weil er das verzögerte off Air Radiosignal hörte.

Montag, 7. Dezember 2015

30 neue IT-Professuren und ein neues Förderprogramm für Mittelstand 4.0



Berlins Regierender Bürgermeister und der Präsident der TU Berlin legten eine 10-Punkte-Agenda für die Entwicklung Berlins zur IT-Hauptstadt vor „Berlin auf dem Weg zur Digitalen Hauptstadt“. In nur 5 Monaten wurden zehn strategische Projekte entwickelt. Dafür hatte sich Ende Juni 2015 der Berliner Arbeitskreis für Digitalisierung gegründet, an dem mehr als 50 Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft teilnahmen.  

Die wichtigsten Punkte der Agenda
Um Berlin als die Digitale Hauptstadt voranzutreiben, werden 30 neue Professuren geschaffen und herausragende Persönlichkeiten als Visiting Fellows in die Hauptstadt geholt. Die beteiligten Berliner Hochschulen wollen dafür bei der Einstein Stiftung ein Zentrum „Digitale Zukunft“ beantragen, das sich deutschlandweit zum einmaligen hochschulübergreifenden Nukleus für Digitalisierung entwickeln soll. Bereits jetzt liegen die Förderzusagen für mehr als 20 Professuren aus der Wirtschaft und von außeruniversitären Einrichtungen vor. Parallel dazu wird das Land Berlin seine Open-Access-Kultur massiv vorantreiben. Der Finanzumfang für diese drei Projekte beträgt pro Jahr rund 5 Millionen Euro.

Auch bei der Infrastruktur sollen innovationsfreundliche Rahmenbedingungen gesetzt werden. Dazu wird der nächste technologische Standard 5G in ausgewählten Berliner Testgebieten etabliert und somit Räume für die Erprobung und Anwendung innovativer digitaler Lösungen wie etwa autonomes Fahren geschaffen. Für viele Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Startups ist dies die nötige Grundlage für die Entwicklung neuer Produkte und Services.

Die Agenda umfasst auch Maßnahmen zur Stärkung der E-Health-Kompetenz Berlins, der Förderung von Frauen in der IT-Forschung sowie der Entwicklung von Lernmodulen zum Thema Digitalisierung für die Aus- und Weiterbildung. 


Geplant ist ebenso ein gemeinsamer Antrag der Berliner Universitäten und der Charité für die neue Runde der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern, ein digitales CityLabs zu gründen. In den Labs sollen künftig zu den Themen Digitalisierung und Smart City anwendungsbezogene Lösungen erarbeitet und erprobt werden. Ein gemeinsamer Ort in der Stadt soll das Lab, das Open-Access-Büro sowie die Geschäftsstelle des Einstein-Zentrums beherbergen.


Gemeinsam mit der Investitionsbank Berlin sollen innovative Gründungen als auch die Digitalisierung des Mittelstandes gestärkt werden. In der zweiten Jahreshälfte 2016 ist ein neues Kreditprogramm zum Thema Mittelstand 4.0 geplant.


Deutschland ist Weltmeister in der Normung

Deutschland steht in der internationalen elektrotechnischen Normung unangefochten auf Platz Eins. In der IEC (Internationale Elektrotechnische Kommission) stellen die Deutschen 37 Vorsitzende und liegen damit weit vor den USA (28), Großbritannien (22) und Frankreich (21) an der Spitze. Auch bei der Sekretariatsverantwortung steht Deutschland mit 34 Sekretariaten deutlich vor Frankreich (23) und den USA (23) ebenfalls auf Platz Eins. So verwundert nicht, dass die IEC dieses Jahr 24 Normungsexperten aus Deutschland für ihre herausragende Fachkompetenz und ihr Engagement für die internationale Normung mit dem IEC 1906 Award ausgezeichnet hat.

Dieses Jahr ehrte die IEC 142 Normungsexperten aus der ganzen Welt. Der renommierte Award wird seit 2004 vergeben. Die Preisträger und Technischen Experten tragen mit ihrem Wissen und ihrer Einsatzbereitschaft zum hohen Ansehen der deutschen Normungsarbeit auf internationaler Ebene bei. Von den 142 Preisträgern kommen 24 aus Deutschland. Die Preisverleihung fand Mitte November in Frankfurt, im festlichen Rahmen statt. 



Bildlegende:

Die 24 Preisträger zusammen mit Roland Bent, Vorsitzender von VDE|DKE (1. Reihe, ganz links), sowie Dr. Bernhard Thies, Sprecher der VDE|DKE-Geschäftsführung (1. Reihe, 2. von rechts) zeigt.

Dienstag, 1. Dezember 2015

Haben Sie das gewusst?


Der deutsche Wortschatz ist einer der grössten in Europa. Die Schriftsprache kennt 120'000 Wörter. Davon haben Sie mit Ihrem Flair für Sprache etwa 50'000 Wörter im aktiven Wortschatz präsent. Eine gut ausgebildete Assistentin bringt es auf 20'000 Wörter. In der Schweiz bringen es Herr und Frau Schweizer immerhin noch auf 10'000 bis 15'000 Begriffe.

Die meisten verwenden im täglichen Gebrauch nur einige hundert Wörter.

(Quelle: Newsletter "tipptopp" > www.tipptopp.ch)

Freitag, 27. November 2015

Weltfunkkonferenz (WRC-15) hat ihre Ziele erreicht

An der, diese Woche, zu Ende gegangen Weltfunkkonferenz (WRC-15) in Genf konnten auf globaler Ebene neue Frequenzen bereitgestellt werden. Damit wird es möglich, der Entwicklung der mobilen Breitbandkommunikation Schritt mit zu halten. Nach vierwöchigen Verhandlungen wurden wichtig Einigung erzielt.

An der von der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) organisierten Weltfunkkonferenz in Genf wurden auf globaler Ebene zusätzliche Frequenzressourcen für die mobile Breitbandkommunikation identifiziert. Diese Frequenzen können nun den Mobilfunkbetreibern in der Schweiz zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus wurde die Durchführung von Studien beschlossen, damit an der nächsten Konferenz (WRC-19) neue Frequenzen für mobile Breitbandanwendungen der 5. Generation (5G) bereitgestellt werden können.

An der Konferenz wurden ausserdem Frequenzen für die Flugüberwachung in der Zivilluftfahrt zugewiesen und die Frequenzbereiche für Anwendungen zur Erdbeobachtung erweitert. Letztere spielen eine wichtige Rolle bei der Klimaüberwachung, im Kampf gegen den Klimawandel und bei der Vorhersage von Naturkatastrophen. An der Konferenz wurden auch die Durchführung zusätzlicher Studien betreffend unbemannter Flugzeuge vorgeschlagen. Für die Studien müssen aber durch die Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) die Nutzungsbedingungen noch definiert werden.

In der Schlussakte wurde das Radioreglement, ein völkerrechtlicher Vertrag, in dem die Nutzung des Funkfrequenzspektrums und die Satelliten-Orbitalpositionen geregelt und angepasst sind.

Donnerstag, 12. November 2015

Wenn die Kaffeemaschine das WLAN-Passwort für das Heimnetzwerk ausplaudert

Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) hält Einzug in die eigenen vier Wände. Im so genannten Smart Home können immer mehr Geräte mit dem Internet verbunden und vom Nutzer gesteuert werden – allerdings auch von Dritten. Dies belegt eine Kaspersky-Analyse. Ein Expertenteam von Kaspersky Lab hat dafür verschiedene und zufällig ausgewählte Artikel aus dem aktuellen Angebot an smarten Haushaltsgeräten cybersicherheitstechnisch untersucht.

Die Analyse brachte zum Teil erhebliche IT-Sicherheitsmängel zum Vorschein: Potentielle Angreifer müssen sich wenig Mühe machen um in das Heimnetzwerk einzudringen. Allein die Kaffeemaschine sendete bereits so viele unverschlüsselte Informationen, dass Angreifer leicht an das Passwort für das komplette häusliche WLAN gelangen könnten.

Zur Beruhigung der Verbraucher kann man sagen, dass die Hersteller smarter Geräte Sicherheitsrisiken bei der Entwicklung berücksichtigen.Dennoch hat nahezu jedes Gerät, das sich über eine App steuern lässt, auch eine Sicherheitslücke. Da Cyberkriminelle diese Lücken kombinieren könnten, ist es wichtig, dass Hersteller sich Bemühen, jede noch so kleine Schwachstelle zu beseitigen, bevor die Produkte auf den Markt kommen.

Die Experten von Kaspersky Lab raten Verbrauchern bei der Verwendung des Internets der Dinge zu folgenden Vorsichtsmassnahmen: Beim Kauf lieber auf bewährte, statt auf die neuesten Modelle zurückgreifen, denn neue Produkte weisen oftmals noch zu viele Sicherheitsschwachstellen auf. Vor dem Kauf eines smarten Geräts sollte man im Internet recherchieren, ob dazu bereits Sicherheitslücken aufgedeckt und diese vom Hersteller behoben wurden.

Befinden sich zum Beispiel im Objekt grössere Wertgegenstände, sollte man zu deren Schutz besser eine professionelle Alarmanlage einsetzen. Das Kinderzimmer kann man mit einem herkömmlichen, funkgesteuerten Baby-Phones kontrollieren.

Mittwoch, 11. November 2015

Das Schlafzimmer der Zukunft

Zukunftsvisionen des vernetzten Haushalts. Wonder Life Box zeigt Alltagstechnik wie im Jahr 2020 das perfekte Ambiente für einen erholsamen und guten Schlaf im Schlafzimmer der Zukunft aussieht. In der Nacht passen sich sowohl Lufttemperatur, als auch Luftfeuchtigkeit den Schlafverhältnissen an. Beim Aufstehen gibt es gibt keinen lärmenden Wecker - imitiertes Sonnenlicht und Naturgeräusche bereiten einen guten Start in den Tag. Ein interaktiver Spiegel macht es möglich das äussere Erscheinungsbild zu analysieren. Dafür werden Sensoren genutzt, welche die Gesichtsstrukturen analysieren: Hautbeschaffenheit, Unreinheiten, Rötungen, Lachfalten. Nach Verarbeitung dieser Informationen, gibt der Spiegel Tipps zur Verbesserung des Gesichtsbildes, etwa anhand von Pflegeempfehlungen. Zudem gibt es die Möglichkeit verschiedene Bart oder Make Up Varianten als Vorlage auszuwählen. Das spart wiederum einiges an Zeit. Panasonic legt mit diesen Produktfeatures den Grundstein, um auch in Zukunft die Verbreitung von Smart-Home-Technologien weiter voran zu treiben.

Dienstag, 10. November 2015

Wie digital ist die Schweiz und Europa unterwegs?

Die Welt wird digital, immer vernetzter. Wo steht die Schweiz, wo steht Europa? In Anwesenheit von Bundesrätin Doris Leuthard und Günther H. Oettinger, EU-Kommissar für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, wurden am vierten Infrastrukturtag des Eidgenössischen Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) anfangs November, mit Fachleute aus dem In- und Ausland Erkenntnisse und der digitalen Vernetzung diskutieren. Besteht für den Staat Handlungsbedarf, hinsichtlich des Schutz vor Risiken? Gewarnt wird vor der unkontrollierten Eigendynamik der Systeme. Der Begriff Big Date, lässt einem nicht mehr erschrecken, jemand wird es schon zum guten richten. Big Data bezeichnet die Entwicklung und den Einsatz von Technologien, welche es erlauben, dem Nutzer, zur rechten Zeit die richtige Informationen aus den in unserer Gesellschaft seit längerem exponentiell anwachsenden Datenbestände zu liefern. Dabei besteht die Herausforderung, immer grössere Datenvolumen in immer kürzerer Zeit zu verarbeiten. Die Schwierigkeit ist, mit der zunehmenden Vielfältigkeit der Formate, der Komplexität und der Verlinkung der Daten fertig zu  werden. Es geht auch um den Spitzenplatz in der IT-Infrastruktur Industrie 4.0. Wer die Daten hat hat Macht.

Bundesrätin Doris Leuthard setzte sich für den digitalen Ausbau und die digitale Vernetzung von Infrastrukturen, Wirtschaft und Gesellschaft ein. Frau Leuthard sieht aber auch Aspekte und Gewohnheiten, die man berücksichtigen muss. Der Umstieg von Gewohnten zu Neuem braucht Zeit. Gerade im Hinblick auf täglich rund 200’000 produzierten neuen Varianten von Viren, Würmer und Trojaner die produziert und von Häckern genutzt werden. Darum muss Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) bereichsübergreifend und vernetzt ausgebaut und angewendet werden. Neben der Förderung der Infrastrukturen steht die digitale Vernetzung von Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und die Wert- und Effizienzsteigerung für den Werkplatz Schweiz im Zentrum. Gerade im Gesundheitswesen oder bei der Mobilität, ist noch grosser Aufholbedarf. Die Schweiz ist top aufgestellt bezüglich Infrastruktur, muss aber schneller agieren.

EU-Kommissar Günther H. Oettinger betonte, die Europäische Union wie auch die Welt erlebe eine digitale Revolution. Als Teil dieser Revolution werde die Datenmenge exponentiell ansteigen. Was aber für Europa fehlt sind definierte Normen und Standards um die Prozesse zu steuern. Die Normierung soll im europäischen Rahmen bis 2020 abgeschlossen sein. Die Vorgabe ist 30 MB flächendeckend und für 50 Prozent der Haushalte 100 MB. Gerade im Hinblick auf den Generationenwechsel in 10 Jahren stelle man sich vor, wenn der Opa mit 92 Jahren, im Alter der Enkelkinder mit 5 Jahren, ohne Smartphone, im Graubünden oder im Schwarzwald stirbt. Die verfügbare Datenmenge fällt von Null auf Null. Nach der Trauerzeit, wenn die drei Enkelkinder, mit dem geerbten Geld einen Telekomvertrag und  ein Smartphon kaufen steigt die Datenmenge jeden Tag um drei mal 100 Prozent steigt. Bisher war Europa zur Bewältigung der Datenmenge  mit 3G, 4G führend. Die Marktreife für 5G sollte bis 2020 erreicht sein. Heute plant die europäische Industrie und die Investoren schon für 2025 five G um dann die Datenmenge zu bewältigen. Das bisher, anhaltend und  steigende Wachstum der Datenkommunikation, waren auf Grund der Glasfasernetze, vorerst keine Leistungsgrenzen gesetzt.

Von einer flächendeckende Vernetzung ist man aber heute in Europa noch weit entfernt. Kommissar Oettinger demonstrierte ein Fahrt von Stuttgart in die Lombardei. Bei jedem nationalen Gebietsübertritt entsteht ein kurzes Funkloch durch den Wechsel der nationalen Netzanbieter. Dies kann es nicht sein, genau aus Sicht des Datenaustausch für die angekündeten selbstfahrenden Fahrzeuge ab 2020/2025. Es ist darum höchste Zeit, die Fernmeldegesetz zu modernisieren und zukunftsträchtige Rahmenbedingungen für die Mobilkommunikation zu schaffen.

Zusammenfassung
Das UVEK fragte am Infrastrukturtag 2015 nach dem Stand der Digitalisierung in der Schweiz. In Sachen Technik und Infrastruktur ist man in der Schweiz auf höchstem Weltniveau unterwegs. Den ersten Platz nimmt Singapur ein, die Schweiz den sechsten Platz, den 13. Platz Deutschland und Österreich folgt auf Platz 20. Insbesondere bei der Umsetzung in konkrete Geschäfts- und Businessmodelle hapert es. Derzeit wird die Wertschöpfung auf den mehr oder weniger guten Infrastrukturen der europäischen Ländern, meist den amerikanischen Konzernen überlassen. Wirtschaftlich wäre ein Umdenken und ein grundsätzlicher Wandel für die Digitalisierung ein guter Rat. Angesichts der rasant zunehmenden Vernetzung sollte der Staat als "Koordinator, Moderator und Vermittler" agieren. Nationalrat Ruedi Noser redete dann auch Klartext: "Wir haben in der Schweiz zuviel Regulierung und keine Geschäftsmodelle". Startups werden in der Schweiz durch die Regulierungswut regelrecht abgewürgt. So habe etwa die Finanzmarktregulierung zur Folge, dass Schweizer Unternehmer Firmen in London gründen. Die schweizerisch Steuergesetzgebung behindert Jungunternehmer und schreckt Investoren ab. Neben der vorsorglichen Risikoabschätzung, ist es schwierig, Innovationen überhaupt erst einmal auszuprobieren. Die Schweiz sollte sich von einer Nulltoleranz-Kultur verabschieden. Man solle hierzulande nicht ständig die Technik um Rat fragen, wenn es darum gehe, mit der Digitalisierung neue Wertschöpfungspotentiale zu erschliessen. Die drängendsten Fragen stellen sich im Bereich des Schutzes von Personendaten. Einzelne Stimmen warnen vor der unkontrollierten Eigendynamik der Systeme, wenn immer mehr Entscheide auf Algorithmen basieren. Für den Finanzsektor braucht es keine Banken mehr, alles lässt sich zu jeder Tageszeit über das Datennetz abwickeln.

Die Deutsche Bank als Marktführer im digitalen Banking hat bereits eine Reihe neuer digitaler Angebote "Meine Bank"-App für die Apple Watch eingeführt. Smart Überweisung als komfortables Mobile-Banking mit der photoTAN und dem sicheren Einloggen per Fingerabdruck. Ziel der Banken wird sein, Kunden das Know-how ihrer Berater jederzeit und an jedem Ort verfügbar zu machen. Schon heute nutzen mehr als die Hälfte der mehr als acht Millionen Kunden in Deutschland die Online-Dienste der Deutschen Bank. Neun von zehn Transaktionen, des einfachen Zahlungsverkehrs, werden bereits online oder mobil abgewickelt. Dies entspricht einem Überweisungsvolumen von jährlich mehr als 100 Mrd. Euro. Schleichend wird es Verlierer, Verlust des Arbeitsplatz, aber auch Gewinner geben die einen Platz in der Datenkommunikation finden werden. Der Konsumenten bestellen und kauft ja heute schon mehrheitlich Waren über das Netz.

Eine im Auftrag des Bundesamt für Kommunikation gegebene Studie zeigte, dass die gesellschaftliche Implikation von Big Data stärker in den Fokus gerückt werden muss. Erstens den Aufbau einer nationalen Dateninfrastruktur, zweitens das Installieren eines Missbrauchsschutzes und drittens die Implementierung des Prinzips der persönlichen Datenhoheit. Neben den klassischen Infrastrukturen wie Schiene, Strassen, Wasser- Strom- und Gasleitungen wird die Zukunft, die ganze Bandbreite der ICT-Infrastrukturen von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft prägen. 

Einmal jährlich legt das UVEK den Fokus auf einen bestimmten Bereich der nationalen Infrastrukturen. Zum vierten Mal organisiert das UVEK die Infrastrukturtagung 2015.

Mittwoch, 4. November 2015

Ortung von elektronischen Gegenständen und die Lokalisierung

In den Zeiten des „Internet of Things“ und der Industrie 4.0 gewinnt die Ortung von elektronischen Gegenständen und die Lokalisierung von beweglichem Inventar innerhalb von Gebäuden, Lagerhallen und Produktionseinrichtungen zunehmend an Bedeutung.


Betriebliche Abläufe in Produktionsstätten, Lagerhallen, Krankenhäusern oder Rehakliniken mit mobiler Ausstattung und Personal zu organisieren, wird oft zur grossen Herausforderung. Besonders die Suche nach Inventar nimmt häufig sehr viel Zeit in Anspruch. Ausserdem gelangen Arbeiter und Besucher viel zu selten schnell und komfortabel zu dem Ziel.

Grosse öffentliche Gebäudekomplexe, wie beispielsweise Messen, Flughäfen, Einkaufszentren oder Museen, aber auch medizinische oder staatliche Einrichtungen ähneln nicht selten einem Irrgarten. Durch ein elektronisches Leitsystem auf Smartphones und Tablets kann der Aufenthalt für Besucher weitaus angenehmer gestaltet werden.

Als technische Grundlage für die Ortung innerhalb von Gebäuden wird eine WLAN-Infrastruktur verwendet. Zur Erhöhung der Genauigkeit kann das System mit Bluetooth erweitert werden. Die Funktion ähnelt GPS zur Positionsbestimmung im Freien.

Eine App, die ursprünglich für den Einsatz in Krankenhäusern entwickelt wurde, basiert auf dem Handy-Betriebssystem Android. Nach dem Start der App lassen sich verschiedene Ziele auswählen – zum Beispiel Untersuchungsräume, Patientenzimmer, Kantinen sowie Toiletten oder mobiles Inventar wie Betten und Rollstühle. Wie bei Navigationsgeräten im Auto sieht der Nutzer dort den Gebäudeplan zweidimensional aus der Vogelperspektive. Ziel und aktuelle Position sind mit Punkten markiert, und der kürzeste Weg wird auf der Karte dargestellt. Bewegt sich der Nutzer, dann bewegt sich auch sein Positionspunkt. Liegt das Ziel ausserhalb des Bildschirms oder auf einer anderen Etage, zeigen Pfeile den Weg. Das gewünschte Kartenmaterial stellt das Krankenhaus bereit. Oft lassen sich Rettungspläne als Vorlage verwenden. Alle notwendigen Daten holt sich die App vom Server des Anwenders. Die App für die Android-Smartphones trägt den Namen LINA. Sie ist aber noch nicht über den App-Store zu beziehen. Sie kann zur Zeit nur von uns für den Anwender bereitgestellt werden.

Dank offener Schnittstellen ist die Anwendung einfach und unkompliziert in Anwendungen in die Apps von Messeveranstaltern, in denen oft noch Kartenmaterial, Routenplanung oder Positionsbestimmung fehlen, einbauen. Krankenhäuser haben in den letzten Jahren bei WLAN-Spots stark aufgeholt. Beispielsweise gibt es immer mehr medizinische Geräte, die mit WLAN-Funk ausgerüstet sind und für die Indoornavigation genutzt werden können.

Die Software funktioniert in allen Räumlichkeiten, in denen WLAN zur Verfügung steht. Die Navigationsziele lassen sich mit weiteren Informationen verknüpfen. Damit findet der Nutzer beispielsweise in einem Einkaufszentrum direkt und schnell zum Regal mit Sonderangeboten.

Ein Demo-System der App wurde im Auftrag eines Infrastrukturausrüsters für Krankenhäuser entwickelt und wird auf der internationalen Fachmesse MEDICA vom 16. bis 19. November 2015 in Düsseldorf vorgestellt. Die App für Android-Smartphones trägt den Namen LINA. Sie ist aber noch nicht über den App-Store zu beziehen. Sie kann zur Zeit nur für Anwender vom Fraunhofer Institute for Photonic Microsystems, Maria-Reiche-Str. 2, D-01109 Dresden bereitgestellt werden. 

LEDs wirtschaftlich recyceln

LED-basierte Leuchtmittel gibt es bereits heute in unterschiedlichen Formen. Um sie wirtschaftlich zu recyceln, ist es notwendig, sie zunächst in ihre Einzelteile aufzutrennen. Für das Recycling der LEDs selbst ist es wichtig, diese möglichst unzerstört zu sammeln.



Für das Recycling der LEDs selbst ist es wichtig, diese möglichst unzerstört zu sammeln.
© Fraunhofer ISC/IWKS

In modernen Leuchtmitteln sind unterschiedliche Materialien verbaut: Glas oder Kunststoff im Gehäuse, Keramik oder Aluminium im Kühlkörper, Kupfer in Widerständen oder Kabeln – und das Wertvollste im Innern der Leuchtdioden, kurz LEDs (engl. light emitting diodes): Indium und Gallium in der Halbleiterdiode und Seltene Erden wie Europium oder Terbium im Leuchtstoff. Die Dioden herzustellen ist deswegen vergleichsweise teuer, die Margen sind gering. Schon jetzt fallen bei den Recyclern erste LED-Produkte an, die derzeit nur gelagert werden und für die es keinen geeigneten Recyclingprozess gibt. Ziel ist es vor allem, die wertvollen Materialien zurückzugewinnen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Verwerter auf das LED-Recycling umsteigen müssen.

Die Bauteile sauber und rein zu trennen, ist Voraussetzung dafür, den Recyclingprozess wirtschaftlich zu gestalten. »Um alle Komponenten eines LED-basierten Leuchtmittels effizient zu separieren und wiederzuverwerten, bedarf es eines völlig anderen Zerkleinerungskonzepts, welches zu grösseren Mengen an Halbleiter- und Leuchtstoff-Komponenten führt«, so Zimmermann. Würde man den Retrofit als Ganzes zerkleinern, wäre es um ein Vielfaches schwerer, die unterschiedlichen Stoffe in der klein gemahlenen Mischung zu sortieren. Durch das Auftrennen in die einzelnen Komponenten lassen sich auch grössere Mengen der in ihnen enthaltenen Stoffe leichter zurückgewinnen: Dies gelingt, indem man viele ähnliche Komponenten sammelt, in denen die Konzentration einzelner Stoffe bereits höher ist. Für Recycler und Hersteller lohnt sich das Wiederverwerten nur, wenn sie grössere Mengen verwerten.

Im Moment wird  noch getestet, ob man das Zerkleinern zukünftig so oft wiederholen kann, bis man die gewünschten Stoffe separiert hat. Die Forscher des Fraunhofer Institut ISC/IWKS können die Parameter des Versuchaufbaus so einstellen – zum Beispiel die Art und Menge des flüssigen Mediums, Behältergrösse, Spannung, die den elektrischen Impuls erzeugt –, dass genau an den Sollbruchstellen getrennt wird. Insbesondere die Anzahl der Pulse bestimmt, in welcher Weise die Bauteile separiert werden.

Mit Hilfe der »elektrohydraulischen Zerkleinerung« zerlegen die Forscher die LED-Leuchtmittel in ihre Einzelteile, ohne dabei die LEDs selbst zu zerstören. Druckwellen elektrischer Impulse lösen in einem Wasserbad die einzelnen Komponenten mechanisch exakt an ihren Sollbruchstellen ab. Die Bauteile können separat wiederverwertet werden. Ihren Versuchsaufbau haben die Forscher für Retrofit-Leuchtmittel angepasst. Sie ähneln in ihrem Aussehen der klassischen Glühbirne oder Leuchtstoffröhre und können genau wie diese in handelsübliche Lampenfassungen geschraubt werden. »Die Methode funktioniert jedoch prinzipiell auch bei anderen Grössen – zum Beispiel für LEDs aus Fernsehern und Autoscheinwerfern oder für andere elektronische Bauteile«, erklärt der Experte.

Die elektrohydraulische Zerkleinerung soll nun im Detail durch die Forschungsarbeit, aus der Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS in Alzenau und Hanau des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC weiter analysiert, verbessert und für weitere Anwendungen ausgeweitet werden. Das mechanische Trennen ein möglicher Weg, um zum wirtschaftlichen Recycling von LEDs beizutragen.


Montag, 2. November 2015

Wieder sehen und hören durch zelluläre Lichtschalter

Kann man mit Licht heilen? Der Traum lebende Zellen mit Licht zu steuern, ist mit dem sich rasant entwickelnden Feld der Opto-Genetik Wirklichkeit geworden. Inzwischen nutzen Forscher "zelluläre Lichtschalter" verschiedenster Eigenschaften, um nicht nur Fragen der Grundlagenforschung zu klären, sondern auch innovative Therapieansätze zu entwickeln. So wird zum Beispiel intensiv an der optogenetischen Wiederherstellung von Hören und Sehen gearbeitet.

Schwerhörigkeit ist die am weitesten verbreitete Störung der Sinneswahrnehmung, mit enormen sozioökonomischen Auswirkungen. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass 278 Millionen Menschen weltweit von Schwerhörigkeit betroffen sind.

In der Erforschung der Synapsen im Innenohr und der Physiologie und Pathophysiologie des Innenohrs ist es einem Team mit dem Mediziner, Prof. Dr. Tobias Moser, Direktor am Institut für Auditory Neuroscience an der Universitätsmedizin Göttingen gelungen, die Werkzeuge der Optogenetik zu nutzen, um die Fasern des Hörnervs optisch zu reizen. Dieser Befund verspricht immense Verbesserungen in einer neu zu entwickelnden Generation von Innenohrimplantaten.

Für seine Arbeit wurde Prof. Moser 2015 mit dem wichtigsten deutschen Wissenschaftspreis, dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der DFG ausgezeichnet. Zudem erhielt er einen Advanced Grant des Europäischen Forschungsrate (ERC) und wurde von der Max-Planck-Gesellschaft zum Max-Planck-Fellow berufen.

Fernseher, Bildwiederholfrequenzen und Energieeffizienz


TV Hersteller versuchen Bildwiederholfrequenzen von 1400 Hz zu propagiert. Der seriöse Service Fachhändler versucht die Wirklichkeit zwischen 100 bis 200 Hz dem Kunden zu erklären und wie steht es um die Energieeffizienz? Diese hängt entscheidend von der korrekten Einstellung der Bildparameter ab. Bei vielen TV-Geräten in den Haushalten ist es aber schlecht bestellt. Für uns Konsumenten ist es nicht einfach am Fernseher unter den Umgebungsbedingungen einen Kompromiss von Stromverbrauch und Brillanz zu finden. Heute spricht, bei einem TV-Neukauf, wieder viel für eine Heimlieferung und Installation durch den Fachmann.

Radiokonsum via Kopfhörer auch inskünftig nicht messbar

Verschiedene Stimmen besagen, dass die vor 15 Jahren eingeführte Radiocontrol-Messuhr von Mediapulse den heutigen Radiokonsum nicht mehr richtig erfasst, zumal viele Junge ihr Programm via Kopfhörer konsumieren. Die Uhr hört die Signale aus dem Kopfhörer nicht. 

Sonntag, 1. November 2015

MEDIENTAGE MÜNCHEN (3) Apps und digitale Plattformen


Apps und digitale Plattformen als eigenständige Sendeinfrastruktur

Welche Bedeutung haben eigene Plattformen und eigene Entwicklerteams? Können diese Initiativen überhaupt mit den Grossen konkurrieren? Was braucht es um erfolgreich inhouse App entwickeln zu können und mit welchen Ergebnissen kann man rechnen? Welche Produkte und Plattformen sollen die Sender damit entwickeln? Was sind die bisherigen Erfahrungen mit dieser Strategie?

Sender und Produzenten bauen gezielt technische Expertise und Entwicklungsabteilungen auf, die ihre Apps und Plattformen intern entwickeln. Auch in Deutschland holen sich immer mehr Sender die Entwicklung ihrer digitalen Angebote ins Unternehmen und forcieren eine eigenständige und unabhängige technische Infrastruktur. So soll die Wettbewerbsfähigkeit im Digitalen gestärkt und das Know-how im Unternehmen gehalten werden. 

MEDIENTAGE MÜNCHEN 2015 (2) Wie sieht es beim Radioformat aus?


"Radio ist bei der Jugend vom Radar verschwunden". Aktuell will sich die Jugend vor allem in Online-Video ausprobieren. Der Hörfunk muss daher den Kontakt zu anderen Medien suchen und Kooperationen eingehen“. Spotify, Google oder Apple, lassen die Radiomacher in diesen Zeiten nicht immer ruhig schlafen: Neue globale Player, die bei den jungen Hörern angesagt sind, setzen das Radio im digitalen Markt unter Innovationsdruck. Wie kann sich das Radio neu aufstellen? Diese Fragen standen auch im Mittelpunkt des Radio-Gipfels bei den MEDIENTAGEN MÜNCHEN.

Die Digitalisierung wird das Berufsbild „Journalist/ln“ und die Arbeit bei Radiojournalisten und Print-Redaktionen verändern. Die Digitalisierung verändert alles: Distributionsformen, Inhalte, Konkurrenzsituationen. Multimediales Arbeiten wird zur neuen Normatität. Wer früher nur „Berichte mit Einblendungen" oder Texte produzierte, muss schon heute Fotos mitplanen oder Stücke in Content-Management-Systeme einbauen. Aber diese Job-Transformation ist längst nicht alles. Es entstehen auch neue Jobs. Audiencedevelopment und journatistische Softwareentwickler, Dataanalyst und Datenjournatistin sind nur vier Beispiele. Frage: Wie werden Redaktionen und Medienhäuser reagieren? Wie werden sich Hierarchien und Strukturen verändern?

Antwort: „Radio wird sich nur bewegen, wenn es nicht mehr anders geht. Innovation im privaten Radio kosten nun mal Geld. Daher werde immer nur gerade so viel investiert, „um mithalten zu können, aber nicht, um sich selbst nach vorne zu bringen. „Wenn Innovation im Radio nicht von oben, vom Programmchef gewollt ist, findet die Innovation nicht statt.“ 

Der Sender "Radioeins" plant, demnächst eine Abendschiene aus, mit einem neuen multimedialen Studio, eine Radiosendung fürs Netz zu produzieren. Ausser einem spannenden Programm zu machen, ist es heute die Herausforderung, auf neuen Plattformen präsent zu sein: „Radio muss multimedial arbeiten, seine Marke auf allen Kanälen ausspielen. Lust auf Innovation hat die Bauer Media Group. Unter der Marke „Bravo“ wurde ein Online-Only-Radio mit vier verschiedenen, sehr interaktiven Channels gestartet.

Innovation ist nicht Technik. Innovation muss in den Köpfen beginnen.“ Vor eineinhalb Jahren hat Deutschlandradio zu diesem Zweck ein Radiolab gegründet, in der Techniker und Redakteure gemeinsam Neues entwickeln. Die "Digitale Disruption" wird die Medienbranche zum Umdenken bringen, veränderte Geschäftsmodelle, aber auch viele neue Angebote. Der Vorteil der US-Riesen sind beispielsweise die riesige Reichweiten, exakte Login-basierte Nutzerdaten und die Technologie für datengesteuertes Marketing. Es wurde die Forderung aufgestellt "Die deutschen Vermarkter sind dringend gefordert zu kooperieren und müssen anfangen, ebenfalls Login-Modelle zu bauen“. Die nächsten Jahre werden richtig wild, nur Audio reicht nicht mehr!

Einen Schritt weiter scheint der gebührenfinanzierte ORF zu sein, der am Rande der Medientage München bekannt gab, seine drei nationalen und neun regionalen Hörfunkprogramme im ersten Halbjahr 2016 in einer smartphonegerechten App namens  Radiothek bündeln zu wollen.

Für Medienunternehmen ist es wichtig, dass sie sich bei den Verbreitungswegen und Inhalten stets zügig an die jungen Zielgruppen anpassen. Beispiel Inhalte auf Sport1: Morgens versorgt  der Sportkanal seine Fans mit kurzen knackigen Nachrichten, gegen Abend stehen dann Hintergrundberichte und Analysen an. "Sport1 ist längst kein Fernsehsender mehr, sondern ein Content Power House.“

Ein alter Streit wurde auch wieder an den MEDIENTAGEN MÜNCHEN 2015, über die Ausbreitung der Sendungen  weitergeführt, analog, digital, über UKW, DAB+, G5 oder WLAN? Der Streit wurde nicht mehr so verbissen geführt wie früher, sonder sachlich. Keine Sendeart; ob DAB+ oder über das Handy (G5), war als Gewinner auszumachen, sondern liegen sehr Nahe bei einander. Es wurde die Frage in den Raum gestellt, ob die Versorgung über die Datenleitung die Verbreitung schafft. Es scheint, dass die Sendeart „für alle“, gegen die „Einzelabfragen über die Datenleitung“, realistischer wäre. Es wird Digitalfunknetze und IP-Netze geben. Die Jugendlichen sind im Moment bei IP. Für Lokalradios ist es ein schwieriger Entscheid. Es gibt wichtigeres zum Entscheiden, als sich in der Kostenfrage der Technik zu verlieren.

Ein gesendeter Beitrag erreicht über das digitale Social Networks mehr Reaktionen und Kontakte vom Hörer zur Redaktion. Redaktionen und Journalisten müssen lernen damit umzugehen, denn der Zuschauer fühlt sich mit seiner Meinung eingebunden. Leserbriefe hatten früher längere Laufzeiten bis sie in der Redaktion ankamen. Sie waren feiner und überlegter abgefasst als die heutigen Kommentare, welche schnell mit Emotionen geschrieben und versendet sind.

MEDIENTAGE MÜNCHEN 2015 (1)


mit mehr als 6.200 Besuchern

Die Medientage München standen dieses Jahr unter dem Motto „Digitale Disruption - Medienzukunft erfolgreich gestalten“. Die Digitalisierung verändert alles in einer nie dagewesenen Geschwindigkeit.  Die Digitalisierung hat aber bereits begonnen und wird die Arbeitsweise und Jobprofile von Journalisten grundlegend verändern.

In 100 Einzelpanels diskutierten 450 Referentinnen und Referenten über die Auswirkungen von neuen Geschäftsmodellen auf Lokalradio, Sendetechnik, Apps, Werbung, Empfangsarten, einfach über die gesamte Medienbranche. Neben den Schwerpunkten Big Data, Medien- und Netzpolitik, Publishing, TV und Radio wurde erstmals ein Europatag angeboten. Der Europatag war der Auftakt zu einer neuen festen Reihe bei den MEDIENTAGEN MÜNCHEN. Kaum ein Panel, auf dem Google, Facebook, Amazon oder Netflix angesprochen wurde: Die US-Giants prägten die 29. Medientage München.

Qualität statt 24/7-Byte-Geballer

Ilse Aigner, Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, hatte zum Auftakt der MEDIENTAGE MÜNCHEN medienpolitische Eckpunkte der Bayerischen Staatsregierung für die digitale Medienzukunft genannt. Es gehe darum, Medienförderung als Gründerförderung zu begreifen.

Die Digitalisierung bedeutet für Medienpolitik und -regulierung, Medienunternehmen und Mediennutzer eine grosse Herausforderung. Für die klassischen Medienunternehmen geht es nun darum, jüngere Rezipienten nicht an die Online-Welt zu verlieren. Die Onlinewerbung wachse, aber ersetze noch längst nicht die Einbrüche im klassischen Werbegeschäft. Der Slogan der Werbewirtschaft, die quantitative Klickjagd unter dem Motto ‚Klick mich‘ ist so erotisch wie die alten Sado-Maso-Call-in-Formate im Privat-TV. Es braucht ästhetische, unaufdringliche und passgenaue Angebote – die gegen Regulierungen oder das Aussperren von Adblockern helfen. Zuviel Werbung gefährde auf Dauer das Internet. Im World Wide Web herr­scht „Reiz­über­flu­tung statt Qua­li­täts­bot­schaf­ten“. Gemeint ist die Non-Stopp-Wer­be­flut ein „24/7-Byte-Ge­bal­ler“. Gefor­der­te, wird mehr krea­ti­ve En­er­gie auf gute Wer­bung, auf an­spre­chen­de und fas­zi­nie­ren­de Bot­schaf­ten. Ge­fragt sind Wer­be­for­men, „die nicht ner­ven“ und die auf ein­zel­ne Nut­zer zu­ge­schnit­ten sind. Wich­ti­ger als Klick­ra­ten werden Ver­weil­dau­er und In­ter­ak­ti­on sein. Wichtig ist, dass Medienunternehmen etwas Neues machen und nicht das gängige Geschäftsmodell der Online-Werbung "bis zum letzten Tropfen ausquetschen".

Moderator und Entertainer Thomas Gottschalk wollte bei der Gipfel-Podiumsdiskussion ausloten, ob sich mit Streaming-Diensten und Video on Demand per Internet das Ende der Fernseh-Ära ankündigt? Das Unternehmen YouTube-Kanal entwickelte sich zum Multi-Channel-Network. Inzwischen werden eigene Serien, Filme und Shows für die Zielgruppe der Kinder und jungen Jugendlichen produziert. Kinder sind dem Medium Fernsehen nicht mehr sehr treu. Die klassische TV-Branche ist vor einem Generationenabriss! Junge Leute haben eine eigene Art, Medien zu nutzen. Sie sehen Videos weniger lange an als ältere Zuschauer. Für alle Altersgruppen, steht Amazon Prime aber "noch ganz am Anfang". Amazon Prime biete zwar ein "herausragendes Programm". Streaming-Anbieter müssten aber erst noch beweisen, dass sie dauerhaft Erfolg haben könnten.

Mit der charmanten Frechheit erzählte Thomas Gottschalk von seiner Karriere, die ihren Anfang einmal beim Jugendfunk Bayern 3 hatte. Aber auch seinem Befremden, dass sein Sohn sich im verschlossenen Badezimmer ausgerechnet von YouTube-Stars beim Krawattebinden helfen lässt.

Aber das lineare Fernsehen wird es noch lange geben, zum Beispiel produziert ProSiebenSat.1 längst für alle Plattformen. Streaming-Dienste mit US-Serien sind sehr erfolgreich. Dies wird aber nicht dazu führen, dass künftig Algorithmen über das Programm bestimmen könnten. In das Geschäft mit TV-Serien wird im nächsten Jahr auch Sky Deutschland einsteigen. Im Laufe der Diskussion an den MEDIENTAGEN MÜNCHEN wurde deutlich, dass Amazon & Co. intelligente Unterhaltungsformate anstreben, damit aber keinen Bildungsauftrag verbinden. ZDF-Programmdirektor Himmler betonte in diesem Zusammenhang, öffentlich-rechtliches Fernsehen will bilden und versuche beispielsweise, fiktionale Stoffe durch entsprechende Dokumentationen zu ergänzen.

Vieles von dem, was die Zukunft des Fernsehens ausmachen wird, ist heute bereits vorhanden TV-Anbieter müssen ihre Inhalte stärker auf die individuellen Gewohnheiten ihrer Nutzer ausrichten. Eine exakte Definition von Grundversorgung gibt es zwar nicht, denn es ist sehr schwer ein Definition, ein für alle Mal abschliessend zu geben: „Fernsehen ist etwas Dynamisches und wird es bleiben.“

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Weltfunkkonferenz: die Herausforderungen der mobilen Kommunikation

Wie kann man mit der Entwicklung der mobilen Breitbandkommunikation Schritt halten und neue Frequenzen identifizieren? Diese Frage wird an der nächsten Weltfunkkonferenz (WRC-15) behandelt, die vom 2. bis 27. November in Genf stattfinden wird. Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) wird dort die Interessen der Schweiz vertreten. Angeführt wird die Schweizer Delegation vom stellvertretenden BAKOM-Direktor Philippe Horisberger.

Weltfunkkonferenzen werden alle 3 bis 4 Jahre durchgeführt. An diesen Konferenzen wird jeweils das Radioreglement – ein völkerrechtlicher Vertrag, in dem die Nutzung des Funkfrequenzspektrums und der Satelliten-Orbitalpositionen geregelt ist – überarbeitet. Dabei gilt es, den bestehenden Rahmen an den Spektrumsbedarf für die Weiterentwicklung bestehender oder die Einführung neuer Anwendungen anzupassen. Der Vertrag ist für die Mitglieder der Internationalen Fernmeldeunion (ITU), zu denen auch die Schweiz gehört, verbindlich.

Diese Themen sind von besonderem nationalem Interesse:

Befriedigung der Spektrumsanforderungen von zukünftigen mobilen Breitbandsystemen der Internationalen Mobilfunk Technologie (IMT) durch Zuweisungen und Identifizierung weiterer Frequenzbereiche. Ein Fokus liegt dabei auf weltweit harmonisierten Frequenzbereichen.

Entwicklung von harmonisierten technischen Rahmenbedingungen für die zukünftige Nutzung des Frequenzbands 700 MHz durch den Mobilfunk (Stichwort "Digitale Dividende II"). Hierbei ist u. a. sicherzustellen, dass die schnelle und wirtschaftliche Nutzbarkeit des 700 MHz Bands bei gleichzeitigem Schutz des terrestrischen Rundfunks im Frequenzbereich unterhalb 694 MHz gewährleistet ist und dass ausreichend Frequenzen für die Nutzung von drahtloser Produktionstechnik (Mikrofone und Kameras) erhalten bleiben.

Festlegung von Regelungen zur Nutzung von Satellitenverbindungen für den unbemannten Luftverkehr.

Weltweite Harmonisierung von Frequenzen für kabellose Avionik-Anwendungen.
Erweiterung der Frequenzbereiche für die Erdbeobachtung über Satellit z. B. zur Erstellung aktuelleren Klimadaten, Satellitensteuerung und präziserer Messungen für die Erdbeobachtung.

Weltweite Harmonisierung der Frequenzen für Kfz-Kurzstreckenradare z. B. für Auto-Abstandsmessungen.

Weltweite Harmonisierung von zukünftigen Frequenzbereichen für Breitbandanwendungen der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben und der Katastrophenhilfe (Public Protection and Disaster Relief - PPDR).

Frequenzen für mobiles Breitband, -neue Zuweisungen für den Mobilfunkdienst (IMT),
Nutzung des Frequenzbereich 694 – 790 MHz durch den Mobilfunkdienst,
Frequenzinformationen zu Funkanwendungen zum Schutz der Allgemeinheit und zur Katastrophenhilfe,
Frequenzen für den Betrieb von unbemannten Luftfahrzeugen über Satellit,
Frequenzen und Funkregelungen für Funkanwendungen über Satellit,
Notwendigkeit von Schaltsekunden in der Zeitmessung,
Frequenzen für neue Systeme der Erdbeobachtung über Satelliten,
Regulative Einordnung von Nano- und Picosatelliten,
Frequenzen und Regelungen für On-Board Kommunikation von Schiffen und Flugzeugen, dem Automatischen Identifizierungssystem und Kfz-Abstandsradaren sowie Verbesserung des internationalen Regelwerks.

Donnerstag, 17. September 2015

Funkamateure helfen dem Fledermausschutz

Die Rauhautfledermäuse Betti (150,090 MHz), Kalli (150,125 MHz), Lotti (150,165 MHz) und Netti (150,200 Mhz), die Anfang September im Rahmen eines Pilotprojektes von Fledermausschützern und Funkamateuren besendert wurden, haben nun ihre Quartiere in der Nähe von Schwedt/Oder verlassen. Sie befinden sich momentan auf dem Zug in Ihre Winterquartiere im Südwesten Europas.

Betti hat wahrscheinlich ihren Sender verloren. Netti hingegen wurde am Donnerstag, den 10. September, um 19:48 UTC in der Nähe von Bielefeld von einem Funkamateur empfangen, was wiederum beweist, dass die Ortung funktioniert. Für Stationen mit einer leistungsfähigen VHF-Antennenanlage lohnt es sich, die genannten Frequenzen (CW) am späten Abend abzuhören. Bei entsprechender Flughöhe können sich auch bei den kleinen Leistungen der Markierungssender (ca. 400 µW ERP) beträchtliche Reichweiten ergeben. Aber auch tagsüber, wenn die Tiere rasten, sollten die Frequenzen abgehört werden. Daher hier noch einmal der dringende Aufruf: Je mehr Funkamateure sich an dem Projekt beteiligen, desto dichter ist das Netz und desto höher sind die Chancen, die Tiere auf ihrer Wanderung zu orten und genauere Aussagen über deren Flugrouten machen zu können.


Aktuelle Informationen über letzte Peilungen und Hörbeispiele können im Internet abgerufen werden. Dort finden sich auch Informationen.  Empfangsberichte werden mit einem Diplom belohnt. Quelle: DARC