Dienstag, 10. Februar 2026

Europas unabhängiger Zugang zum Weltraum

Nach fünf erfolgreichen Starts in Folge mit zwei Boostern soll die europäische Trägerrakete Ariane 6 nun ihren Erststart mit vier Feststoffboostern absolvieren. Der Start ist für den 12. Februar 2026 um 17:45 Uhr MEZ (13:45 Ortszeit) vom europäischen Raumflughafen in Kourou (Französisch-Guyana) geplant.


Sie befördert 32 Satelliten von Amazon in eine niedrige Erdumlaufbahn in 465 Kilometern Höhe. Durch die Konfiguration mit vier Boostern kann die Ariane 6 rund 20 Tonnen Ladung ins All befördern – ungefähr doppelt so viel wie die Version mit zwei Boostern. Diese „Ariane 64“ genannte Version ist durch ihre hohe Nutzlastkapazität und ihre umfassende Flexibilität besonders geeignet, um grosse Satellitenkonstellationen in den Weltraum zu bringen – ob für kommerzielle oder institutionelle Kunden.


Damit sichert die Rakete Europas unabhängigen Zugang zum Weltraum. Deutschland ist nach Frankreich zweitgrösster Beitragszahler des Ariane-6-Programms der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Die deutschen Beiträge werden von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) koordiniert. Das DLR war zudem über Triebwerks- und Oberstufentests bei der DLR-Einrichtung Raumfahrtantriebe in Lampoldshausen massgeblich an der Entwicklung der Ariane 6 beteiligt.


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