Donnerstag, 25. Juni 2026

Weltblitzschutztags am 28. Juni.

    Bei einem Gewitter suchen viele Menschen auch Schutz in ihrem Auto – zu Recht. Aber gilt das auch für Elektroautos?

 

    Gerade im Sommer treten Gewitter häufiger auf – und fallen dabei oft auch heftiger aus. Bei der elektrischen Entladung durch einen Blitzeinschlag können Temperaturen von über 30.000 Grad Celsius entstehen, die ganze Gebäude in Brand setzen und im schlimmsten Fall Menschenleben fordern. Auf die Gefahren macht seit einigen Jahren der Weltblitzschutztag am 28. Juni aufmerksam. Der Ursprung hat der Gedenktag dabei in einer Tragödie: 2011 kamen in Uganda 18 Schülerinnen und Schüler ums Leben, als ein Blitz in ihr Klassenzimmer einschlug.

 

Aber was sind die wichtigsten Regeln und Tipps?

    Wenn ein Gewitter auftritt, dann sollten man Schutz suchen, das können zum Beispiel Gebäude oder Autos mit einer Metallkarosserie sein. Gebäude mit Blitzschutzsystemen sind zwar sicherer als solche ohne.  Bei privaten Gebäuden ist so etwas in der Regel nicht nötig, sie schützen auch so genug, sagt Thomas Raphael VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V).


Wann schützt ein Auto gegen Blitzschlag?

    Bei Autos ist die Sache schon komplizierter. Sie gelten seit Jahrzehnten als besonders sicherer Schutzraum bei Gewittern. Denn ihre Metallkarosserie funktioniert als sogenannter „Faradayscher Käfig“, der den Blitzstrom über die metallene Aussenhaut zur Erde ableitet


    Das funktioniert aber natürlich nur, wenn die Karosserie auch wirklich aus Metall ist. Wohnmobile und Cabriolets ohne Dachgerüst oder Überrollbügel aus Metall schützen daher nicht sicher vor einem Blitzeinschlag – auch nicht bei geschlossenem Verdeck.


    Prinzipiell keinen Unterschied macht hingegen die Antriebsart des Fahrzeugs. Auch Elektroautos fungieren als Faradayscher Käfig. Selbst beim Laden sind Personenschäden äusserst unwahrscheinlich. Öffentliche Ladeeinrichtungen und Ladeparks sind meisten sinnvoll mit Blitz- sowie Überspannungsschutz ausgerüstet..


    Dennoch kann ein direkter Blitzeinschlag die Infrastruktur der Elektromobilität schädigen – ähnliches gilt aber auch für die allgemeine Verkehrsinfrastruktur wie Ampelanlagen. Grundsätzlich rät der VDE daher auch, bei heftigen Gewittern im Auto zu bleiben, aber nicht zu fahren. Bei einem direkten Blitzeinschlag können zudem die Reifen durch die entstehende Hitze beschädigt werden – und durch das elektromagnetische Feld des Blitzes die Fahrzeugelektronik. Es rät sich daher, nach einem Blitzeinschlag ins Auto die Funktionen der Elektronik zu prüfen, bevor es weitergeht.