Freitag, 17. Januar 2020

Prognose 2020 für vier Technologietrends


Im Bereich der Mobilfunktechnologie sind noch nicht alle Trends, die 2019 beobachtet wurden, voll ausgeschöpft. Laut Prognose werden innovative Displays, wie Waterfall-, Falt- oder Dual-Displays auf den Markt kommen. Die Frage der Stromversorgung wird noch zentraler. Es wird keine Frage nach Luxus sein, sondern eher eine mobile Selbstverständlichkeit. Chris Ahern, CEO von ZAGG Brands, hat vier Haupttrends identifiziert, die 2020 den mobilen Zubehörmarkt antreiben werden.

Power
Ob Smart Cities, 5G, Wi-Fi 6, Videostreaming, e-Sport oder bargeldloses Bezahlen – Die Trends hängen stark davon ab, über was mobile Geräte für eine effiziente Arbeitsweise mit der nötige Batterieleistung verfügen. Beim Wireless Charging wird ein schnelleres Aufladen mit Geschwindigkeiten von weit über 10W, sogar bis zu 20W erwartet. Besonders grössere Geräte wie Tablets und Computer werden davon profitieren.

Bei Ladepads wird die kabellose Verbindung grössere Bereiche um den Mittelpunkt der Ladestation abdecken. Zukünftig soll Wiederaufladung mobiler Geräte aus der Ferne möglich sein. Diese „Positionsfreiheit“ bedeutet, dass der Anwender sein Gerät an einer beliebigen Stelle des Ladepads ablegen kann. Zudem wird alles, was heute noch an die Steckdose angeschlossen werden muss, bald induktiv aufladbar sein.

5G
Beim Thema 5G rechnet ZAGG Brands zunächst mit einem allmählichen anstatt einem massiven Wachstum. Aktuell wird davon ausgegangen, dass 5G vorerst in bevölkerungsreichen Gebieten mit hoher Nachfrage sowie in wichtigen urbanen Finanzzentren der Grossstädte wie New York, London, Berlin, Paris sowie in Sportarenen und Stadien eingeführt wird. Die Entwicklung in diesem Bereich wird am ehesten dem Übergang vom Festnetz zum Mobilfunk entsprechen.

In den kommenden Jahren werden Festnetztelefone und kabelgebundene Internetverbindungen von drahtlosen Hochgeschwindigkeitstechnologien überholt. Da 5G mit der Zeit allgegenwärtig wird, werden sich die Anwender von traditionellen Routern und Wi-Fi-Zugangspunkten lösen und auf die 5G-Konnektivität verlassen. Da 5G schnelleres Streaming für Plattformen wie Netflix ermöglich wird, werden die Nutzung und Anbindung an mobile Geräte noch weiter zunehmen.

Gebrauchtmarkt
Da mobile Geräte immer innovativer und technologisch fortschrittlicher werden, ist ein Preisanstieg wahrscheinlich. Der „klassische“ Smartphone-User entscheidet sich heutzutage eher für kostengünstigere Modelle, was den Rückgang der Verkäufe in der zweiten Hälfte von 2019 erklärt. Eine Motivation für Kunden, gebrauchte Hardware zu kaufen, ist der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit und weniger Abfallproduktion. 

Nachhaltigkeit
Das wachsende Bewusstsein für Themen wie die Verschmutzung durch Kunststoffe wird eine wirkungsvolle Dynamik schaffen. Für das Jahr 2020 wird laut Chris Ahern (CEO Zaug Brands) eine Zunahme dieses Trends erwartet, da immer mehr Kunden umweltbewusste Kaufentscheidungen treffen werden.

Donnerstag, 16. Januar 2020

Bundesnetzagentur sperrt 4,5 Millionen unsichere Produkte


Verbraucher bestellen immer mehr Produkte online direkt aus Drittstaaten. Daher arbeitet die Bundesnetzagentur intensiv mit dem Zoll zusammen. 

Im Jahr 2019 hat die Bundesnetzagentur 4,5 Millionen unsichere Produkte gesperrt. In der Online-Marktüberwachung hat die Bundesnetzagentur den Verkauf von rund 3,5 Millionen Produkten verboten. Diese Geräte können Funkstörungen bzw. elektromagnetische Unverträglichkeiten verursachen und dürfen in der EU nicht vertrieben werden. Weitere rund 600 000 Produkte hat die Behörde 2019 mit Vertriebsverboten oder Korrekturmassnahmen bei Wirtschaftsakteuren in Deutschland belegt. Ausserdem wurde die Einfuhr von knapp 400 000 nicht konformen Produkten nach Deutschland untersagt.

Die Ermittlungen der Bundesnetzagentur richteten sich wieder auf einzelne Online-Händler, die hohe Stückzahlen im Internet anboten. So konnten Anbieter von sogenannten Minispion-Detektoren - auch Wanzenfinder genannt - ermittelt werden. Die in millionenfacher Stückzahl angebotenen Geräte fielen vor allem durch formale Mängel, wie fehlende CE-Kennzeichnung oder fehlende deutsche Bedienungsanleitung, auf. Geräte, die das CE-Kennzeichnen nicht tragen, sind nicht für den europäischen Markt vorgesehen und können ein Risiko für den Verbraucher darstellen. Unter den insgesamt 3,5 Millionen nicht konformen Geräten befanden sich unter anderem mehr als 600 000 Bluetooth-Lautsprecher, sowie fast 500 000 Störsender, deren Be- und Vertrieb in Europa nicht zulässig ist, weil durch den Einsatz Kommunikationsdienste (z.B. Mobilfunk oder GPS-Navigationsdienste) gestört und Notrufe verhindert werden können. Solche Geräte werden häufig illegal bei der Durchführung von Straftaten eingesetzt.

Der Zoll hat 2019 insgesamt 13 000 verdächtige Warensendungen an die Bundesnetzagentur gemeldet. In mehr als 90 % der Fälle erfolgte keine Freigabe der Produkte für den deutschen Markt.

DX-Weltrekord unterhalb 9 kHz BR 17. Februar 2020

Eine Gruppe von Funkamateuren aus Amberg in der Oberpfalz hat es geschafft, auf Ultra-Langwelle, einer Frequenz von nur 8 kHz, den Atlantik zu überbrücken. Gemeinhin geht man davon aus, dass auf so niedrigen Frequenzen kein Funkverkehr mehr möglich ist, wenigstens nicht mehr mit Amateurmitteln. Nicht so aber bei einer sehr speziellen Interessen-Gruppe. Die eingesetzte Technik und die Decodier-Methoden sind ebenso bizarr wie ungewöhnlich. Ein Fernsehteam des Bayerischen Rundfunks hat einen sechsminütigen Beitrag gedreht. Dieser wird am 17. Februar im BR-Fernsehen in der Sendung "Heimat der Rekorde" ausgestrahlt.

Quelle: DARC

Leben auf dem Mars: Woher kommt das Methan?


Astrobiologen beweisen, dass bestimmte Mikroben unter Bedingungen wie auf dem Roten Planeten überleben können



Als der NASA Marsrover „Curiosity“ im Juni 2018 organische Moleküle auf dem Mars fand, war die Fachwelt begeistert. Es bedeutete, dass Leben auf dem Roten Planeten irgendwann einmal existiert haben könnte oder auch jetzt noch möglich sein könnte. Vor Kurzem ergaben neuere Messungen der „Curiosity“, dass auch die Konzentrationen des Stoffwechselproduktes Methan über das Jahr schwanken. Wer oder was produziert also sporadisch das Methan? Erstmals konnte nun die Arbeitsgruppe des Astrobiologen Prof. Dr. Dirk Schulze-Makuch vom Zentrum für Astronomie und Astrophysik der TU Berlin im Experiment nachweisen, dass bestimmte Mikroben (Archaeen) in marsähnlichen, salzhaltigen Böden nicht nur überleben, sondern auch Stoffwechsel betreiben können – nur mit Kohlendioxid und Wasserstoff als Energie- und Kraftstoffquellen – und nur mit den minimalen Wassermengen, die das salzhaltige Gestein der Atmosphäre entzieht. Das Methan könnte also von ihnen stammen – eine weitere wichtige Einsicht auf der Suche nach Leben auf dem Mars. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler*innen in der neuesten Ausgabe der Springer Nature Scientific Reports.

Die Ergebnisse jüngerer Marsmissionen zeigen, dass die Umweltbedingungen zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten des Roten Planeten durchaus die unteren Grenzen überschreiten, die Leben möglich machen.

Morgenfrost und Fliessspuren
An der Marsoberfläche erlauben die Bedingungen das dauerhafte Vorhandensein von flüssigem Wasser nicht, doch es sei möglich, so Schulze-Makuch, dass an einigen Stellen in Oberflächennähe hygroskopische Salze existieren, die der Umgebung Feuchtigkeit entziehen, zum Beispiel Morgenfröste, und dass sich das Salz von fest zu flüssig wandelt. Das wurde auch von anderen Forschern bereits angenommen, zum Beispiel für die dunklen Streifen, die sporadisch an den steilen Wänden einiger Mars-Krater auftreten und für Fliessspuren gehalten werden („Recurring Slope Lineae“ RSL). Aus diesen Salzen könnten auch unterirdische, oberflächennah lebende Organismen ihren Wasserbedarf stillen, so die Vermutung.  

Quelle: TU Berlin und die

Donnerstag, 21. November 2019

Oe: Sichere Datenübertragung mit Ultraschall am Handy




Sonitalk - Sichere Kommunikation mit Ultraschall am Handy

Die Vernetzung von Geräten im Alltag und in Unternehmen nimmt stetig zu. Ultraschallkommunikation ist eine bisher wenig beachtete, aber vielversprechende Technologie für Ad-hoc-Datenaustausch, Nahfeldkommunikation und als Kanal zur sicheren Authentifizierung von Geräten und Personen.

Durch das Internet-of-Things (IoT) kommunizieren zunehmend mehr Geräte miteinander. Ultraschallkommunikation ist eine völlig neue Methode für den Datenaustausch zwischen IoT-Geräten sowie Mobiltelefonen. Die Kommunikation ist unhörbar und benötigt nur ein Minimum an Hardware, nämlich Mikrofon und Lautsprecher. Forscher der Fachhochschule St. Pölten haben nun ein erstes offenes Kommunikationsprotokoll samt Open-Source-Entwicklungs-Kit für Ultraschallkommunikation mit dem Namen SoniTalk entwickelt. Die Technik ist frei verfügbar und setzt im Gegensatz zu ähnlichen Technologien ihren Schwerpunkt auf Sicherheit und Datenschutz. So ermöglicht SoniTalk den Nutzerinnen und Nutzern frei zu entscheiden, in welchen Fällen welche Apps und Geräte mit Ultraschall kommunizieren dürfen.

SoniTalk ist als Open-Source frei verfügbar. Das gleichnamige Software-Development-Kit hinter SoniTalk wurde mittels Java für Android umgesetzt und ermöglicht das Senden und Empfangen beliebiger Daten im Ultraschallfrequenzbereich. SoniTalk stellt damit eine kostengünstige Alternative zu Bluetooth und anderen funkbasierten Kommunikationstechniken wie RFID (Radio-frequency identification) und NFC (Near Field Communication) dar.

Vorläuferprojekt Ultraschallfirewall und juristische Überlegungen
Mobiltelefone und Tablets können durch sogenanntes Audiotracking mittels Ultraschall auch unbemerkt das Verhalten ihrer BenutzerInnen verfolgen - etwa das Betrachten bestimmter Videos oder den Aufenthalt an bestimmten Räumen und Plätzen. Vergangenes Jahr im Frühjahr haben Zeppelzauer und seine Kollegen die von ihnen entwickelte App SoniControl veröffentlicht, mit der das akustische Tracking blockiert werden kann. Derzeit wird die App weiterentwickelt, um sie für Nutzerinnen und Nutzer noch attraktiver zu machen. Sie soll in Zukunft in das SoniTalk-Protokoll integriert werden, um dort sichere Datenübertragung zu gewährleisten.

Zwei Wiener Datenschutz- und IT-Juristen haben nach der Veröffentlichung von SoniControl eine rechtliche Einordnung dieser Form des Trackings vorgenommen und zu mehr Transparenz im Umgang mit der neuen Technik aufgerufen. Ein wesentlicher Punkt sei die explizite Zustimmung der NutzerInnen zur Datenübertragung mittels Ultraschall. Dies wird nun durch SoniTalk und das technische Protokoll dahinter möglich.

Da die neue Technik als Open-Source verfügbar ist, kann sie von Interessierten Entwicklerinnen, Entwicklern und Firmen adaptiert und verbessert werden. Auch die ForscherInnen der FH St. Pölten wollen SoniTalk technisch weiterentwickeln und suchen derzeit nach Firmen, die sich durch die neue Technologie einen Vorteil verschaffen wollen.

Samstag, 16. November 2019

D: Digital beginnt ARD und ZDF zu verbinden

ARD und ZDF treiben ihre digitale Zusammenarbeit voran. Dievbeiden Sender verlinken wechselseitig die Livestreams der Hauptprogramme ihrer Mediatheken. Ausserdem vernetzen sie zentrale Inhalte. Wer künftig ZDF-Sendungen wie "Frontal 21" oder die "heute-show" bei der ARD sucht, wird mit einem Klick zum ZDF geführt. Umgekehrt funktioniert das Gleiche mit "Tagesschau", "Weltspiegel" und anderen Titeln.
Insgesamt haben die Sender über 200 Formate und Suchbegriffe ausgetauscht. Die vernetzte Suche ist zunächst nur im Browsergestützten Angebot verfügbar, nicht in den Apps.
Für die Nutzer und Nutzerinnen soll damit es so einfach wie möglich machen: Mit einer direkten Suchverlinkung zwischen ZDFmediathek und ARD Mediathek zu führen. 
Die vernetzte Suche zwischen ARD und ZDF ist ein wichtiger Schritt in den nonlinearen, öffentlich-rechtlichen Kosmos. Dabei wird es sicher nicht der Letzte sein…
Beide Sender planen als nächsten Schritt ein gemeinsames Login. Auch die Vernetzung mit öffentlich-rechtlichen Partnerprogrammen wollen ARD und ZDF vorantreiben.

Montag, 4. November 2019

5G weltweit einheitlicher Rundfunkstandard möglich



Wie weit ist die 5G Forschung vorangeschritten? Diese und weitere Fragen zum Thema 5G erörterten Experten aus ganz Europa an einem Panel des Bayerischen Rundfunks und des Instituts für Rundfunktechnik im Rahmen der Medientage München.

Um den neuen Mobilfunk-Standard europaweit durchzusetzen, hat sich innerhalb der Europäischen Rundfunkunion EBU eine Taskforce gebildet: 5G MAG (die Media Action Group für 5G). Unternehmen aus dem Medienbereich, der Telekommunikation bis hin zur Automobilindustrie wurden aufgefordert, sich bei 5G MAG zu engagieren: Es handelt sich um ein weltweites Projekt, das von Europa aus starten soll. Dabei geht es nicht nur um Information oder Entertainment um das volle Potential der 5G-Netztechnik für die Produktion und Verbreitung von Medieninhalten zu nutzen. Es muss noch weiter geforscht werden.


In Deutschland wird beim Münchner Institut für Rundfunktechnik (IRT), derzeit mit dem Release 16 bereits die nächste Entwicklungsstufe fertiggestellt.
In Frankreich laufen erste Tests mit dem neuen 5G-Standard, in Paris.  Der 5G TV-Programmempfang soll in der französischen Metropole mobil auf Smartphones möglichen sein. Mit den bisherigen Ergebnissen ist man zufrieden, da eine gute Abdeckung erreicht wurde.

In Italien hat auch der öffentlich-rechtlichen RAI erste Erfahrung in Turin gesammelt. Der Test sollen auch auf andere Städte ausgeweitet werden.

Wenn 5G Broadcast funktioniert – was dann?
Welche Vorteile bietet 5G Broadcast konkret? Insbesondere bei den leistungsintensiven Datenübertragungen der Zukunft. Beim autonomen Fahren über Headup-Displays Entertainment-Inhalte können georeferenzierte Empfehlungen oder reisespezifische Services abgespielt werden. Auch im Bereich der Personalisierung von Medieninhalten beispielsweise bei nicht linearen Angeboten (on-demand) bietet 5G neue Möglichkeiten. Die Diskussionen darüber müssen aber unbedingt noch geführt werden, selbst wenn die Projekte erst in zehn Jahren realisiert werden. Einigkeit bestand unter den Experten darüber, dass man bis zu den Medientagen 2020 in der Entwicklung bereits deutlich vorangeschritten sein will und die Verwendung des 5G-Standard im Alltag bereits in naher Zukunft möglich sein wird.

Institut für Rundfunktechnik GmbH

Mit mehr als 60 Jahren Erfahrung ist das IRT ein weltweit renommiertes Forschungs- und Innovationszentrum für Rundfunk- und Medientechnik. Es beobachtet, bewertet und entwickelt neue Technologien in den digitalen audiovisuellen Medien mit dem Ziel, den Rundfunkgedanken strategisch an neue Marktumfelder und Bedürfnisse anzupassen.

Gesellschafter von IRT sind die Rundfunkanstalten ARD, ZDF, Deutschlandradio, ORF und SRG/SSR. Daneben arbeitet das IRT mit einer Vielzahl an Kunden aus den Bereichen Rundfunk, Medien und Industrie zusammen. Den Zugang zu weltweiten Trends und Entwicklungen bieten die Kooperationen mit internationalen Forschungspartnern. In Zusammenarbeit mit Hochschulen fördert das IRT die Ausbildung von Nachwuchskräften