Donnerstag, 10. Juni 2021

Made in Germany áde

Der Deutsche digitale Impfpass soll seit Donnerstag, 10. Juni 2021, Reisen in Europa erleichtern. Schritt für Schritt werden die Anwendung namens "CovPass", die als freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfheftes aus Papier dient, ausgerollt und in den App-Stores verfügbar sein. Der Weg dazu hinterfragte PREVIEW online, wo steht die High-tech-Nation oder ist Deutschland eine High-tech-Wüste? Die Dieselaffäre flog auf, zog sich dahin, aber hatte den Ursprung im Land „Made in Germany“.Eigentlich sollte es sich, nicht nur in Deutschland, bis zum letzten Politiker herumgesprochen haben, dass Technik mittlerweile nahezu jeden Bereich das Wirtschafts- und Gesellschaftslebens beeinflusst? Wenn nicht gar auf den Kopf stellt. Aber die Posten der politischen Weichensteller werden noch immer mittelalterlich nach dem Prinzip Proporz statt Kompetenz verschachert. Corona offenbart jedoch Inkompetenzen, Pleiten und Pannen scharm- und hemmungslos. Von Gesundheitsämtern bis zu Schulen und Unis,  bis zur Regierungsspitze.


„Der Fisch stinkt vom Kopf“, lautet ein geflügeltes Sprichwort in Deutschlands Norden. Diese alte „Fischer-Weisheit“ lässt sich scheinbar auch auf den Apparatschik speziell auf die Deutsche politisch Verantwortlichen übertragen.


Die oberste Deutsche Forschungs- und Bildungsministerin, Anja Karliczek (CDU), hat als Hotel- und Diplom-Kauffrau von Technik nicht ´mal den Anflug einer Kompetenz. Unter ihren 16 deutschen LandeskollegenInnen verfügen lediglich ZWEI (!!) über einen technischen Hintergrund.


Dieser Technik-Kompetenz-Mangel zieht sich durch alle Deutschen Parteien. Katharina Fegebank (Grüne) z.B. – Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Präses der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung –, die Tochter eines Lehrerehepaares, ist mit ihrem Studium der Politikwissenschaft, Anglistik und des Öffentlichen Rechts auch nicht in der Lage, die richtigen Weichen für Hamburgs technologische Zukunft zu stellen.


Britta Ernst (SPD), Brandenburgs Bildungsministerin und neue Präsidentin der Kultusminister-Konferenz (KMK), „rühmt“ sich peinlicherweise sogar noch öffentlich damit, dass es ihr „jetzt“ gelungen sei, „Ihre Lehrer“ mit einer eMail-Adresse auszustatten. Wohlgemerkt: 2020 – 30 Jahre nach Einführung des Notebooks(!!!). „Ihre Lehrer“ laufen gerade Sturm und wollen „ihre Chefin“ bewegen, wegen Inkompetenz im Amt ihr Ministeramt zu räumen.


Die Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz“ (KI) der CDU brauchte vermutlich deshalb in Deutschland zwei Jahre um herauszufinden, dass KI wohl doch ganz wichtig sein könnte, weil ihre Vorsitzenden – Nadine Schön (Juristin) und Ronja Kemmer (Wirtschaftswissenschaftlerin) - über keinen Technik-Hintergrund verfügen... Und so liesse sich der Reigen beliebig fortführen, bis hin zu Jens Spahn.


Überfordert im Amt?

Der Deutsche Bundesgesundheitsminister, Jens Span, ist zwar augenscheinlich bemüht, aber als Bankkaufmann und Sozialwissenschaftler fehlt scheinbar auch ihm das notwendige Rüstzeug für eine pannenfreie Bewältigung seiner eigentlichen Aufgaben. Denn auch hier greift Technik und – damit einhergehend – technisches Verständnis immer tiefer in den Job ein.


Ansonsten wäre ihm sicher schon ´mal vor der Pandemie aufgefallen, dass die Deutschen Gesundheitsämter zwar nicht mehr trommeln, wie im Dschungel. Aber immer noch vorsintflutlich faxen und ein Amt schon nicht mehr mit dem Nachbaramt kommunizieren kann, weil sich unterschiedlich angeschaffte Hard- und Software nicht „verstehen“. Nachverfolgung von Infektionsketten also nur – wenn überhaupt – per Schneckenpost möglich ist.


Erst im Rahmen einer Dienstreise bekam, der Deutsche Bundesgesundheitsminister, Jens Span, im nigerianischen Outback mit, dass hier – mitten im Nirgendwo – die Kontaktverfolgung einwandfrei funktioniere. Einer deutschen Software-Entwicklung sei Dank! Aber über das Kontaktpersonen-Management „SORMAS“ hatte und Deutschland – selbst auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Phase – noch niemand gehört. Selbst im Deutschen Bundesgesundheitsministerium nicht!


Kontaktverfolgung, Corona-App: Tech-Totalausfälle?

Als „Totalausfall“ beurteilen Deutsche Experten auch die Corona-App, für die Deutschland mehr als 70 Millionen Euro bezahlt habe. – Auch hier musste Deutschland in veralteter Silo-Denke das „Rad noch ´mal neu erfinden“ – und endlos diskutieren –, obwohl etwas Funktionierendes bereits in Taiwan, Korea, Israel und anderswo im Einsatz ist.


Noch im Februar verwarf der „weltfremde“ – und natürlich auch nur mit Nicht-Tekkies besetzte – Deutsche Ethikrat die Planungen eines „Impfpasses“. Obwohl sich sogar jeder Laie an zwei Fingern abzählen konnte, dass man einen Nachweis, eine (digitale) „Green-Card“, dringend brauchen würde, wenn man auch nur halbwegs zu einem „normalen Leben“ – zu einem Vor-Lockdown – zurückkehren möchte.


High-tech-Nation oder High-tech-Wüste Deutschland?

Da in Deutschland, nicht nur, seit mehr als 20 Jahren (!!!) über die Einführung einer elektronischen Patientenakte (ePa) diskutieren, existiert natürlich auch keine Basis, Geimpfte von Nicht-Geimpften unterscheiden zu können.


Selbst Mitte März konnten in Deutschlan Geimpfte eine digitale Impfbescheinigung nur in ZWEI (!!!) von mehr als 400 Deutschen Kreisen und kreisfreien Städten bekommen. Überall anders muss man noch seinen Impfpass aus Gutenberg´s Zeiten (1450) vorlegen, um sich – wie im preussischen Kaiserreich – dann einen Stempel dafür abzuholen. Kurzum: Völlig weltfremd und lebensuntauglich wie ein Papierkorb beim Einkauf.


Brauchen wir wirklich einen digitalen Impfpass?

„Das Problem auch schon erkannt“, hatte Jens Spahn (D) Mitte März (doch schon so schnell?) knapp drei Dutzend Unternehmen angeschrieben, ob sie nicht einen digitalen Impfausweis entwickeln könnten. Den Zuschlag bekam das Zweigestirn die Kölner Blockchain-Firma Ubirch, zusammen mit dem IT-Riesen IBM.


Nun ist die gehypte Blockchain-Technologie sicherlich nicht für das erforderlich, wozu ein einheitlicher, digitaler Impfpass dringend gebraucht würde, also vor dem Antritt einer Urlaubsreise, vom Hotel- oder Restaurant-Besuch, zum Einlass zu Konzert-, Theater- oder Sport-Veranstaltungen etc. Aber der deutsche Gesundheitsminister schmiss schon mal mehr als 30 Millionen Euro für die Entwicklung eines solches „Passes“ in den Ring. Wohlgemerkt: Wieder für die Entwicklung einer lokalen Lösung. Obwohl es dafür bisher noch keinerlei gesetzliche Regelungen gibt ...


Denn „plötzlich“ hat es auch die EU-Kommission gemerkt, dass EU-Bürger wohl einen digitalen Impfpass bräuchten. Und der sollte möglichst EU-weit einheitlich und gegenseitig anerkannt sein. Und die EU schafft „gerade“ die Rahmenbedingungen dafür.


Europäisches Portal für Zertifikatsprüfung

QR-Code auf dem Handy oder als Ausdruck, statt altmodischem Impfausweis. Eine digitale Signatur soll die Echtheit eines solchen Zertifikats beweisen. Um Zertifikate zu überprüfen, sollen die Mitgliedstaaten der EU ein gemeinsames Zugangsportal nutzen, das die Kommission einrichten will.


Personenbezogene Daten sollen dieses Portal nicht passieren – es bräuchten nicht mehr Endlos-Diskussionen geführt führen zu werden (leider) –, sondern lediglich die eindeutige Kennung des Zertifikats. Es würden generell nur Name und Geburtsdatum, aber keine weiteren persönlichen Informationen gespeichert.


Gestartet war als erstes Lan Oesterreichmit der Ansage, des digitalen Impfausweis. Der Start wurde jedoch erstmals Verschoben. Die Schweiz schafft es den Covid-Cent am 7. Juni und AppStore zum herunterladen.


Das europäische Portal soll ihren Mitgliedstaaten ausserdem bei der Implementierung von Zertifikaten helfen – denn dafür sind weiterhin die einzelnen Länder zuständig (aha! Endlich wieder Diskussionen). Die Kommission will auch „quelloffene Referenz-Implementierungen für das Scannen und Überprüfen der Codes bereitstellen“.


Hoffentlich weiss man in Brüssel und anderswo, dass der US Cloud-Weltmarktführer Salesforce mit seiner „Vaccine Cloud“ bereits im Januar ein solches Konzept entwickelt hat? Und IBM hat eine Plattform entwickelt, über die eine sichere Authentifizierung und Verfolgung von Impfchargen und deren Verteilungs- und Anwendungsoptionen möglich ist.


Da den IBM-Chefs wohl bewusst geworden ist, das proprietäre Insel-Lösungen der Vergangenheit angehören – erst recht bei einer globalen Pandemie –, kooperiert der IT- mit dem Cloud-Riesen seit Ende 2020. Der IBM Digital Health Pass wurde in die Work.com-Plattform von Salesforce integriert. Eine Kombi, die nicht nur Unternehmen eine zentrale Anlaufstelle für datengestützte Entscheidungen liefert, um so Risiken zu minimieren, ggf. Massnahmen schnell ergreifen zu können, effektiv zu kommunizieren etc., um uns alle möglichst schnell wieder zu einem „normalen“ Leben zu verhelfen.


Made in Germany áde

Generationen haben dafür hart gearbeitet, das "made in Germany" weltweit als Gütesiegel geschätzt wurde. Ein GlobalBrand, der dafür sorgte, das Produkte mit diesem Label zu Exportschlagern wurden, unsere Wirtschaft boomen und uns allen einen unschätzbaren Wohlstand geniessen liess. Aufgrund von fatalen Endlos-Diskussionen, Pleiten, Pannen und Unfähigkeiten, die Corona hemmungslos offenbarte, ist dieser Mythos dahin. Die Panne mit der Dieselaffäre wurde ausserhalb Deutschland, in den USA aufgedeckt was Deutsche Ingenieure verbaut hatten.


Geschmolzen wie Eis in der Sonne auch das Label "Organisations-Weltmeister". Planungschaos und förderales Kleinstaatertum im Konzert mit Fehlplanungen, Handlungsinkompetenzen etc. haben dafür gesorgt, dass unser Land nur noch müde bemitleidet wird. Kleinstaaten wie Israel, Singapore oder Südkorea haben uns gezeigt und brutal vor Augen geführt, wie es gehen kann und gehen sollte.


Gäbe es nicht den nobelpreisverdächtigen deutschen Impfstoff-Entwickler BioNTech, wäre kein Streif am Horizont über Deutschland sichtbar. Die wirtschaftlichen Konsequenzen und Folgen dieser unsäglichen Entwicklung sind noch überhaupt nicht abzuschätzen ...

Donnerstag, 3. Juni 2021

D; Digitaler Schutzengel für Radfahrer



Der Weltfahrradtag am 3. Juni rückte mit Sicherheit in den Fokus für Auto-, Rad-, Pedelec- und Scooterfahrer sowie Fussgänger. Continental und Deutsche Telekom entwickeln zusammen eine vernetzte Kollisionswarnung. Die beiden Unternehmen entwickeln ein System, das vor Unfällen zwischen vernetzten Fahrzeugen und schwächere VerkehrsteilnehmernRadfahrern warnt soll. 


Der eingeschlagene Weg, der beiden "Partner" wird mit der Wahrscheinlichkeit berechnete, zu welchem Zeitpunkt es etwa zum Kreuzen zwischen  dem Autos und eines Zweirades. kommt. Das System warnt per Mobilfunk die beiden Verkehrsteilnehmer in Echtzeit. Erste Tests im Strassenverkehr waren erfolgreich.


Schwächere Verkehrsteilnehmer werden im Strassenverkehr oft übersehen oder der Kreuzungspunkt wird falsch eingeschätzt. Laut europäischem Verkehrssicherheitsrat Enden Unfälle zwischen Fussgängern oder Radfahrern und motorisierten Fahrzeugen zu über 80 Prozent tödlich für die schwächeren Verkehrsteilnehmer. Dank Echtzeitvernetzung und Kollisionswarnung soll es den Radfahrern oder Fussgängern mehr Sichtbarkeit geben.


Rad-, Pedelec- und Scooter-Fahrer werden mit dem digitalen Kollisionswarnung ausgestatten. Der Schlüssel dafür ist, dass etwa 85 Prozent der Bevölkerung in Europa ein Smartphone nutzen. Durch den hohen Grad der Vernetzung. und extrem kurzer Reaktionszeiten der Rechnern sollen im Mobilfunknetz für Erfolgt sorgen.


GPS, Mobilfunk und Cloud Computing

Die Kollisionswarnung basiert auf Satellitenortung (GPS), Beschleunigungssensoren, Mobilfunk und Cloud Computing. Das Auto übermittelt seine Position und Beschleunigungswerte per Mobilfunk in die Cloud. Der Radfahrer sendet seine Informationen via Smartphone oder den vernetzten Fahrradcomputer ebenfalls in die Cloud. Damit werden die Wege für die nächsten fünf Sekunden berechnet und sendet bei drohender Kollision eine Warnung an das Auto und auf das Endgerät des Radfahrers. Damit diese Information möglichst schnell beide Verkehrsteilnehmer erreicht, kommt immer der Cloud-Rechner im Mobilfunknetz zum Einsatz, der am dichtesten am Ort der möglichen Kollision liegt. Techniker sprechen von Multi-Access Edge Computing. 


Die Partner Continental und Deutsche Telekom entwickeln die Kollisionswarnung für den internationalen Einsatz im Alltag und stellen die Ergebnisse zum ITS World Congress vor. ITS World Congress ist die Leitmesse für Intelligente Transportsysteme vom 11. bis 15. Oktober 2021 in Hamburg. Die Kollisionswarnung entsteht im Projekt Reallabor Hamburg und wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert.

Donnerstag, 27. Mai 2021

Wo werden wir uns in fünf Jahren überall mit KI unterhalten?

Das Sprechen und Chatten mit Maschinen wird immer normaler werden. mit Unternehmen digital zu agieren. Kaum jemand wird seinen Sommerurlaub komplett per Voicebot buchen - da passen Kanal und Informationsbedarf einfach nicht zusammen. Aber alle Dinge, die wir einfach und zuverlässig per Sprache erledigen können, werden sich mehr und mehr auf Sprachkanäle verlagern. Schnell aus dem Auto auf dem Weg zum Flughafen auf einen späteren Business-Flug umbuchen - warum nicht! In fünf Jahren nutzen Menschen vielleicht als Erstes das Mikrofon-Icon auf einer Website, um ihr Anliegen in einem einfachen Satz vorzutragen und direkt zum Ziel zu kommen. Sprache ist schliesslich unsere natürlichste Kommunikationsform.


Für Kinder, quasi die Kunden von morgen, ist das bereits heute normal: Das Kinde, oder Enkelkinde kann sich seine Lieblingsmusik auf dem Smart Home-Lautsprecher bestellen, ohne dass er bereits Lesen gelernt hat. Mit Blick auf die nächsten Jahre ist es wichtig, das Thema Conversational AI zentral und strategisch anzugehen und auf eine ausgereiften, smarte und DSGVO-konforme Technologie zu setzen. KI liefert.  richtig eingesetzt, in immer mehr Bereichen einen Wettbewerbsvorteil.

Warum werde ich in der Warteschleife nicht verstanden?



Jeder kennt den Warteschleifenfrust, wenn man einen Anbieter mit einem Problem erreichen möchte. KI-basierte Sprach- und Textagenten versprechen Abhilfe. Aber mal ehrlich: Nicht selten erwartet uns der nächste Frust beim Versuch, mit Chatbots das Anliegen zu lösen.


Anbieter von KI-basierten Sprach- und Textbots versprechen gerne, dass sie inzwischen die Anliegen von Kunden wie ein richtiger Mensch verstehen, sie im Kontext richtig zuordnen und im Dialog in natürlicher Sprache lösen können. Aber sind wir mal ehrlich: Noch allzu oft sieht die Praxis leider so aus, dass genervte User nach der vierten Texteingabe mit einem Chatbot und der vierten völlig zusammenhanglosen Antwort oder gar der Kapitulation wie "Ich habe Ihre Frage leider nicht verstanden." genervt aufgeben. Warum leiden Chatbots auf Webseiten immer noch unter einem Imageproblem?


Antwort: Viele der Chatbots entsprechen einfach nicht dem aktuellen Stand der Technik oder sind schlecht umgesetzt. FAQ-Bots können lediglich feste Antworten auf exakt gestellte Fragen liefern. Sie bieten keinen Mehrwert zu Informationen auf der Website oder in der App. Chat- bzw. Voicebots sollten Anliegen rund um die Uhr eigenständig verstehen und lösen können. Dafür braucht es aber eine leistungsfähige Conversational AI Plattform und keine FAQ Chatbot-Lösung.


Dazu ist eine KI erforderlich, die geschriebene oder gesprochene Anliegen versteht – und zwar in einer grossen Bandbreite, so wie sich der Kunde eben ausdrückt. Nutzer können also ihre eigenen Formulierungen wählen, um sich mitzuteilen. Nehmen wir eine Adressänderung. Ein Kunde könnte das unterschiedlich formulieren: „Ich bin nach Berlin gezogen“, „Anschrift ändern“, „Ich habe eine neue Adresse“. KI versteht alle Eingaben und merkt sich im Fall der Aussage Umzug + Berlin auch die Stadt für weitere Schritte. All das funktioniert aktuell schon in über 100 Sprachen.


Dem Bot steht dann in Echtzeit Wissen zu Produkten, Services oder auch der Kundenhistorie zur Verfügung. Er kann aber auch aktiv etwas für den Kunden tun und beispielsweise eine Adresse oder eine Bestellmenge ändern, eine Buchung stornieren, einen Rückruf hinterlegen. Genau das machen gute Bots: Mit ihnen kann man intuitiv, in natürliche Sprache eine Vielzahl unterschiedlicher Dinge erledigen - ohne überhaupt zu merken, dass im Hintergrund diverse Systeme beteiligt sind.


Welche konkreten Einsatzfelder gibt es heute für Voice- und Chatbots?

Virtuelle Agenten werden mittelfristig an praktisch allen Interaktionspunkten zum Einsatz kommen. „AI First“ ist das Schlagwort, bei dem es sowohl um Automatisierung als auch um Unterstützung im Hintergrund geht. Marktexperten sprechen von Language-enabled Enterprises. Es geht also nicht mehr nur um einzelne Bots. Sondern darum, dass Unternehmen sprachbasiert personalisierte, automatisierte Dialoge zu allen Themen auf allen Kanälen anbieten.


Wird Conversational AI einmal den "echten" Menschen am Ende der anderen Leitung ersetzen können? In welchen Kundenservice-Bereichen wäre das durchaus möglich? In welchen wohl nie?


Auf absehbare Zeit werden komplexe Kundenanfragen wie auch neue, unbekannte Problemstellungen immer durch Menschen bearbeitet werden. Zum Beispiel bei Entscheidungen aus Kulanz. Daher gehört zu einem guten Conversation Design immer auch die Übergabe an einen Menschen: Bots sollten immer ihre eigenen Grenzen kennen. Gute, qualifizierte Mitarbeiter bleiben unverzichtbar.


Bots können zudem Lastspitzen abfedern, also Zeiten, in denen viele Menschen gleichzeitig etwas wissen oder ändern möchten. Virtuelle Agenten lassen sich beliebig hochskalieren: Ob nun 1.000 oder 100.000 Dialoge pro Stunde in 10 oder in 100 Sprachen ist letztendlich egal.


Digitale Assistenten werden auch zunehmend in Hybrid-Szenarien Menschen unterstützen. Agent-Assist-Lösungen, agieren vollständig im Hintergrund Die KI (Künstliche Intelligenz) hört einem Gespräch zu und liefert dem Menschen im Kundendienst beispielsweise Daten zur Kundenhistorie oder Details zu der Produktspezifikation, um die es im Gespräch gerade geht. Solche Agent-Assist-Lösungen machen den Menschen schlauer und verbessern die Antwortqualität. Das ist wichtig, denn Unternehmen bringen in immer schnelleren Zyklen immer individuellere, komplexere Produkte und Services auf den Markt. Kunden haben Fragen dazu und erwarten schnelle, kompetente Antworten - möglichst 24/7 und auf dem Kanal ihrer Wahl. Smarte KI kann im Hintergrund das Wissen dazu bereitstellen.


Bots und menschliche Mitarbeiter arbeiten also zusammen, wobei die Menschen sich auf die komplexen Szenen konzentrieren und Routineaufgaben von Bots übernommen werden.




Quelle: Cognigy , bietet Customer Service Automation u.a. für, Bosch, Daimler, DATEV, Henkel, Lufthansa und Salzburg AG an.

Lineares TV ist im Moment noch führend

Einer Analyse zufolge greifen in Deutschland 96 Prozent der Smart-TV-Nutzer auf lineares Fernsehen zurück. 50 Prozent nutzen nur lineares TV und keine anderen Dienste. Bei 46 Prozent der deutschen Smart-TV-Besitzer:innen stehen sowohl lineares Fernsehen als auch Streaming-Inhalte auf dem Programm, in Grossbritannien sind es 58 Prozent.

Deutsche Smart-TV-Besitzer haben im Januar 80 Prozent ihrer Zeit vor dem Gerät mit klassischem TV und nur zu 20 Prozent mit VoD-Inhalten verbracht.

So werden wir leben, wohnen ... Kick-off zum DEUTSCHEN INNOVATIONSGIPFEL


Eine der grossen Fragen dieser Zeit ist, wie werden Leben, Arbeit, Wohnen und Mobilität in Zukunft gestaltet? Antworten gab der digitale Kick-off zum 14. DEUTSCHEN INNOVATIONSGIPFEL. Experten von HUAWEI bis Zeppelin sprachen über Potenziale und Visionen einer hybriden Lebenswelt von morgen. Mitschnitte der spannenden Keynotes und Vorstellung des 1. SmartCity-Demonstrators unter www.deutscher-innovationsgipfel.de


Unter dem Motto „Hybrides Leben – Wohnen, Arbeit und Mobilität der Zukunft“ wurde der Kick-off als Livestream aus der neuen Factory Hammerbrooklyn in Hamburg produziert. Eines der grössten Zentren für Innovationsakteure in Deutschland. Hier sollen künftig Unternehmen und Start-ups eine einzigartige Infrastruktur zum Austausch, zur Forschung sowie zur Entwicklung und Erprobung von Zukunftsmodellen für die Themen Stadt, Wirtschaft, Mobilität, Arbeit und Wohnen, Handel und Produktion vorfinden.


Heute schon über morgen sprechen

Das Programm des Kick-offs zum DEUTSCHEN INNOVATIONSGIPFEL war so vielseitig wie seine Gäste selbst. Frank Pörschmann, führte durch den Livestream; unter dem Motto „Hybrides Leben – Wohnen, Arbeit und Mobilität der Zukunft“. Er diskutierte als ehemaliger. CEBIT-Chef mit einem international tätigen Planungs- & Beratungsunternehmens Drees & Sommer, dem ehemaligen Oberbürgermeister von Aachen und jetziger Geschäftsführer der e.Mobility.Hub GmbH.


Über 5G als eine Grundlage für Digitalisierung, Nachhaltigkeit und neue Geschäftsmodelle von der Mobilität bis hin zu smarten Fabriken und intelligenter Produktion informierte der Vice President Public Policy bei HUAWEI.


Home-Office und Video-Konferenzen in Dauerschleife stellen Führungskräfte und ihre Teams in diesen Tagen vor grosse Herausforderungen. Wie es gelingt Unternehmen und Teams schlagkräftig und agil aufzustellen und zu führen, wusste der Vorsitzender der Geschäftsführung und CDO der Zeppelin GmbH.


Einen vertiefender Mitschnitte steht über die Webseite des DEUTSCHEN INNOVATIONSGIPFEL zur Verfügung


Link: https://live.deutscher-innovationsgipfel.de/50a2f1240c50b432d8aeb4d1a267caa6

Mittwoch, 5. Mai 2021

2021 Virtuelle Ham Radio „für zuhause“


Die Ham Radio wird nicht wie geplant im Juni in Friedrichshafen durchgeführt werden. Ein virtuelles Treffen schafft jedoch Abhilfe: Gemeinsam mit dem Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) e.V. organisieren die Messemacher vom Bodensee derzeit die Ham Radio World, ein virtuelles Event, das zum ursprünglichen Messetermin von Freitag, 25. Juni bis Sonntag, 27. Juni 2021 ein deutliches Signal senden wird..


In Zusammenarbeit mit dem DARC erwarten die Besucherinnen und Besucher während der drei Tage Produkte, Trends und Neuheiten rund ums Funken. Mit einem personalisierbaren Avatar werden sich alle Funkinteressierten ähnlich wie in einem Computerspiel über das Messegelände bewegen. Die Ham Radio World wird völlig neue Möglichkeiten und bietet. Neben einem Online-Vortragsprogramm werden kommerziellen Angeboten mit viel Raum für Gemeinschaft und virtuelle Treffen beziehungsweise Chats eröffnet. Die Teilnahme ist für Besucherinnen und Besucher kostenlos.


Die virtuelle Ham Radio World findet von Freitag, 25. bis Sonntag, 27. Juni 2021 statt.


Weitere Informationen unter www.hamradio-friedrichshafen.de