Mit der am 5. Juli 2023 durch den österreichischen Nationalrat beschlossenen Änderung des ORF-Gesetzes wurden die Weichen für die österreichische Medienlandschaft neu gestellt. Es wird eine noch stärkere ORF-Dominanz im Online-Marktu befürchtet
Mittwoch, 5. Juli 2023
ORF-Gesetz: Problematische Reform zum Schaden des gesamten Medienmarkts
Dienstag, 13. Juni 2023
UKW-Abschaltung nach Schweizer Art
Wie aus gut unterrichteten Kreisen erfahren, fand kürzlich ein Treffen mit Bundesrat und Medienminister Albert Rösti statt, an welchem alle Interessensgruppen ihre Meinung darlegen konnten. Auch andere, Sitzungen zwischen den verschiedenen Radioverbänden fanden statt. Der Radioverband UNIKOM und mit ihm eine grosse Mehrheit der kommerziellen Deutschschweizer-Privatradios, vereint im Verband Schweizer Privatradios (VSP), hält nach wie vor mit Überzeugung an der UKW-Abschaltung per Ende 2024 fest. Einige von ihnen, und eine Mehrheit der Westschweizer-Privatradios, wollen Ende 2024 nur diverse UKW-Füllsender abschalten, aber ihre Hauptsender mindestens bis 2027 weiterlaufen lassen, unter anderem aufgrund der grossen Konkurrenz aus dem benachbarten Frankreich.
Hat UKW bald einen Knick in der Antenne und verstummt in der Schweiz? Symbolbild: pixabay.com
Welche Stellung die SRG gegenüber diesen Diskussionen einnimmt, ist noch unklar. Es kann durchaus sein, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Schweiz an der Abschaltung per Ende 2024 festhält. Aber auch in diesem Unternehmen laufen noch Diskussionen. Die SRG wurde auch mit dieser Frage konfrontiert, es wird eine baldige Antwort erwarten.
Im Verlauf des Jahr 2023 soll offiziell über die aktuelle Strategie informiert, doch ernst nehmen kann man die gefassten Beschlüsse der Branche nicht mehr, denn schon zu oft wurden leere Versprechungen gemacht. Eine klare Strategie ist nicht zu erkennen.
Montag, 12. Juni 2023
Abi-Prüfungen: Beim Mogeln mit ChatGPT erwischt
Bitkom – Ob für Hausaufgaben, zum Schreiben von Texten oder zur Vorbereitung auf Prüfungen: Mehr als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler in Deutschland (53 Prozent) hat bereits ChatGPT genutzt. Etwas mehr als ein Drittel (37 Prozent) weiss zwar, um was es sich bei der Künstlichen Intelligenz zur Textgenerierung handelt, hat sie bisher aber noch nicht genutzt.
Er ist momentan der absolute Superstar in der KI-Branche: ChatGPT. Der im November vergangenen Jahres vom Unternehmen OpenAI veröffentlichte Chatbot gilt als Meilenstein der Künstlichen Intelligenz (KI) und wird häufig sogar mit der Einführung des iPhones oder Suchmaschine Google verglichen.
Das Interesse an Technologien wie ChatGPT ist bei Schülerinnen und Schülern extrem hoch. Unter den Schülerinnen und Schülern, die ChatGPT schon einmal genutzt haben, tun dies die meisten für ihre Hausaufgaben (62 Prozent). Bei rund der Hälfte (52 Prozent) kam die KI schon mal zum Schreiben von Texten zum Einsatz. In Abi-Prüfungen in Hamburg wurden erste Schüler beim unerlaubten Einsatz von ChatGPT erwischt .
Eine breite Mehrheit von 85 Prozent der Schülerinnen und Schüler befürchtet, dass sich andere in der Schule durch ChatGPT einen ungerechten Vorteil verschaffen.
Klar ist: KI gewinnt in allen gesellschaftlichen Bereichen an Bedeutung. Wir müssen uns mit Chancen und Herausforderungen dieser Technologie auseinandersetzen, statt plump und vorschnell Verbote zu fordern.“
Doch wie immer, wenn es neue Technologien gibt, hat alles seine zwei Seiten und meistens ist eine davon eine Schattenseite. Denn mittlerweile loten auch immer öfters Cyberganoven aus, inwieweit sich der Chatbot für kriminelle Zwecke einsetzen lässt, etwa für den Angriff auf Unternehmensnetze.
ChatGTP hat Kriminelle innerhalb eines Tages buchstäblich mit Superkräften für ihre Phishing-Kampagnen ausgestattet. Jetzt kann jeder erdenklichen Kanal wie E-Mail, Sprache oder soziale Medien in mehreren Sprachen nutzen. Zugeschnitten auf die aktuelle Situation und jede Zielperson. KI wurde damit zur perfekte „Waffe“, um Menschen zu ködern oder zu manipulieren.
Montag, 1. Mai 2023
MacOS im Visier von Ransomware-Gruppen
Die Ransomware-Bande «LockBit» ist angeblich dabei, Verschlüsselungsprogramme zu entwickeln, die speziell auf Macs abzielen. Damit wäre LockBit die erste grosse Ransomware-Gruppe, die spezifisch auf macOS abzielt.
Ein kürzlich auf Virustotal aufgetauchtes Archiv mit verschiedenen Versionen der LockBit-Ransomware enthielt neben bereits bekannten Variationen auch eine Ausgabe für macOS. Nach einer ersten Analyse der Malware mehren sich die Hinweise, dass es sich um eine Testversion handelt. Mangels gewisser Zertifikate verhindert macOS die Ausführung des Schadprogramms. Zudem verhindern einige Programmierfehler, dass LockBit unter macOS seine volle Zerstörungskraft entfalten könnte.
Die Gefahr für Apple-Geräte wird derzeit als gering eingeschätzt. LockBit habe die notwendigen Funktionen schlicht noch nicht implementiert, um eine wirkungsvolle Verschlüsselung zu gewährleisten.
In Sicherheit wiegen können sich Mac-Nutzer trotzdem nicht. Das offizielle Sprachrohr der Cyberkriminellen bestätigte zudem, dass LockBit für macOS derzeit in der aktiven Entwicklung sei. LockBit gilt als der «Marktführer» unter den Ransomware-Gruppen.
Wie können sich Mac-Nutzer bestmöglich schützen? Ganz generell empfiehlt es sich, die «5 Schritte für Ihre digitale Sicherheit» umzusetzen, diese finden Sie hier. Speziell bei macOS ist, dass die Firewall nicht standardmässig aktiviert ist, diese muss unter Systemeinstellungen/Netzwerk/Firewall aktiviert werden.
Quelle: Hochschule Luzern – Informatik-Bildungsangebot unter einem Dach
CH; Bundesrat plant Gesamtschau zur SRG
Der schweizerische Bundesrat anerkennt die Bedeutung einer regional verankerten SRG und will innert Jahresfrist eine Gesamtschau über deren künftige Entwicklung vornehmen. Daher hat er am 26. April 2023 den Grundsatzentscheid getroffen, die heutige SRG-Konzession, die Ende 2024 ausläuft, zu verlängern. Die Dauer dieser Verlängerung wird er zu einem späteren Zeitpunkt festlegen.
Die geltende SRG-Konzession läuft Ende 2024 aus. Der Bundesrat hat am 7. September 2022 das UVEK beauftragt, die Arbeiten zur neuen Konzession an die Hand zu nehmen. Anlässlich seiner Sitzung vom 26. April 2023 hat der Bundesrat nun aber entschieden, die Arbeiten an der neuen SRG-Konzession momentan zu unterbrechen. Mit der Sistierung will sich der Bundesrat verschiedene Handlungsoptionen für das weitere Vorgehen offenhalten. Der Bundesrat plant innert Jahresfrist eine Gesamtschau zur SRG vorzunehmen. Dies unter Einbezug der Eidgenössischen Volksinitiative "200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)", sollte diese noch eingereicht werden. Über die Dauer der Verlängerung der heutigen Konzession wird er zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.
CH; Bundesrat strebt Regulierung gegen grosse Kommunikationsplattformen an
Die Schweizer Bevölkerung soll gegenüber grossen Kommunikations-plattformen wie z.B. Google, Facebook, YouTube und Twitter mehr Rechte erhalten und von diesen Transparenz einfordern können. Der Bundesrat hat deshalb das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK beauftragt, eine Vernehmlassungsvorlage zur Regulierung der Kommunikationsplattformen auszuarbeiten.
Die Bevölkerung informiert sich immer stärker über Kommunikationsplattformen wie Google, Facebook, YouTube und Twitter und bildet sich so ihre Meinung. Die Plattformen beeinflussen damit vermehrt die öffentliche Debatte.
Heute sind die Plattformen aber kaum reguliert. Die Systeme, die entscheiden, wer welche Inhalte zu sehen bekommt, sind intransparent. Nutzerinnen und Nutzer haben ausserdem gegenüber den Plattformen eine schwache Stellung. Dies zeigt sich beispielsweise dann, wenn eine Plattform das Konto von Nutzenden sperrt oder Inhalte löscht, die Nutzende verbreiten. Nutzerinnen und Nutzer können sich momentan gegen solche Sperrungen und Löschungen nicht oder nur ungenügend wehren.
Stossrichtung der Vorlage
Die Vernehmlassungsvorlage des Bundesrats soll folgende Stossrichtung aufweisen:
- Die grossen Plattformen sollen eine Kontaktstelle und einen Rechtsvertreter in der Schweiz benennen.
- Nutzende, deren Inhalte gelöscht oder deren Konto gesperrt wurde, sollen bei der Plattform direkt eine Überprüfung der getroffenen Massnahme verlangen können. Zusätzlich soll eine unabhängige Schweizer Schlichtungsstelle geschaffen werden. Diese soll von den Plattformen finanziert werden.
- Um Transparenz zu schaffen, sollen die grossen Plattformen Werbung als solche kennzeichnen und bei zielgruppenspezifischer Werbung die wichtigsten Parameter veröffentlichen, nach denen Werbung ausgespielt wird. Damit kann nachvollzogen werden, wer aus welchen Gründen eine bestimmte Werbung erhält.
- Die Nutzenden sollen den Plattformen Aufrufe zu Hass, Gewaltdarstellungen oder Drohungen auf einfache Weise melden können. Die Plattformen müssen die Meldungen prüfen und die Nutzenden über das Ergebnis informieren.
Meinung: Mal sehen ob das aufgegleist wird und ob die „Grossen“ da mitmachen? Vermutlich nur über den Geldbeutel, nur wer zahlt mögliche Verwarnungsgebühren?
Donnerstag, 9. März 2023
Radio hat trotz Web eine glänzende Zukunft
Vor allem im Auto ist der Rundfunk Erhebung nach, höchst wettbewerbsfähig
Alte Rundfunktechnik ist immer noch "in"
(Foto: Gerhard, pixabay.com)
Rundfunk bleibt wettbewerbsfähig, trotz immer grösserer digitaler Angebote via Internet. Das ist die Kernaussage einer neuen Umfrage unter 5.300 US-Amerikanern zwischen 14 und 54 Jahren. Das liegt daran, dass die Verbraucher am frühen Morgen und am späten Nachmittag in Fahrzeugen oder öffentlichen Verkehrsmitteln Rundfunk hören, ebenso am Wochenende, trotz der stetigen Zunahme von mit dem Internet verbundenen Infotainment-Systemen in Fahrzeugen.
Pendler lieben analoges Radio
Bei der Auswahl der Audio-Entertainment-Quelle, die die Befragten am häufigsten in Lifestyle-Situationen während des Tages und der Woche verwenden, ist das Broadcast-FM/AM-Radio mit 19 Prozent die Top-Audio-Unterhaltungspräferenz für morgendliche Pendler, dicht gefolgt von Podcasts. Der Wettbewerb wird während des späten Nachmittags enger.
Im Moment ist etwa ein Viertel der Fahrzeuge in den USA mit einem "traditionellen" Radio ausgestattet. Fast die Hälfte hat neuere Geräte, die sich mit Smartphones verbinden lassen. In beiden Fälle ist der Rundfunk oft die bequemste Wahl des Hörens. Die Umfrage ergab: . Rundfunk wird mehr als 45 Minuten pro Tag gehört. "Wochenenden bieten Sendern eine grosse Chance, mit einem starken Programm und Werbung Hörer zu gewinnen.
